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Haus in Wels-Wimpassing in dem die Leichen von einem Vater mit Tochter gefunden worden sind
Familiendrama in Wels: Die Polizei sicherte am Fundort in Wimpassing Spuren, nachdem ein Mann seine Tochter und sich selbst getötet haben soll.
Familiendrama in Wels: Die Polizei sicherte am Fundort in Wimpassing Spuren, nachdem ein Mann seine Tochter und sich selbst getötet haben soll.
APA-Images / APA / FOTOKERSCHI.AT

Mord-Alarm: Mann tötet Tochter (19) und sich selbst

09.02.2026 um 10:24, Marcel Toifl
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Ein familiäres Tötungsdelikt im Stadtteil Wimpassing erschüttert Wels. Ein 51-jähriger Mann tötete offenbar seine Tochter und beging anschließend selbst Suizid.

Ein familiäres Tötungsdelikt im Welser Stadtteil Wimpassing blieb über Wochen unentdeckt, bis eine Vermisstenanzeige die grausame Wahrheit ans Licht brachte. Ein 51-jähriger Mann soll seine 19-jährige Tochter getötet und anschließend Suizid begangen haben, wie zuerst die Krone berichtet.

Familiendrama in Wels: Vater tötet Tochter und sich selbst

Die Polizei geht davon aus, dass der 51-Jährige seine Tochter bereits Wochen vor dem Fund der Leichen umgebracht hat. Erst als der Arbeitgeber der jungen Frau Alarm schlug, begannen die Ermittlungen, die schließlich zu den beiden Toten in Wels führten.

Vermisstenanzeige: Arbeitgeber schlug Alarm

Ausgangspunkt der Ermittlungen in Wels war das plötzliche Verschwinden der 19-Jährigen. Nachdem sie tagelang nicht zur Arbeit erschienen war, wandte sich ihr Arbeitgeber an die Behörden. Da zu diesem Zeitpunkt auch der Kontakt zum 51-jährigen Vater abgerissen war, leitete die Polizei eine Nachschau an den Wohnadressen in Wimpassing ein, die nur wenige Gehminuten auseinanderliegen.

Grausiger Fund: Leichen in Wimpassing entdeckt

In der Wohnung der Tochter stießen die Beamten auf deren nackte, stark verweste Leiche. Laut Obduktion starb die junge Frau durch einen „fremdhändigen Angriff gegen den Hals“, wobei Ersticken als wahrscheinlichste Ursache gilt. Nur kurz darauf entdeckten die Ermittler auch den leblosen Körper des Vaters in dessen Wohnung. Er hatte sich selbst getötet. Ein Abschiedsbrief wurde am Tatort nicht gefunden.

Ermittlungsstand: Keine Hinweise auf weitere Täter

Für die Kriminalpolizei gilt der Fall weitgehend als geklärt. „Die Ermittlungen brachten keine Hinweise auf ein Mitwirken eines weiteren Täters. Die Umstände sind kriminalistisch geklärt“, sagt Gottfried Mitterlehner, Leiter des Landeskriminalamts Oberösterreich, auf Anfrage der Kronen Zeitung.

Über das Motiv herrscht indes noch Unklarheit. Laut Kerstin Kutsam, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels, habe die 19-Jährige an einer Beeinträchtigung gelitten, „autoaggressives Verhalten gezeigt sowie auf Betreuung angewiesen gewesen“. Weitere chemisch-toxikologische Untersuchungen sollen nun letzte Details klären.

Hier bekommen Sie Hilfe

Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.

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