Wasser, Marsch - die schönsten Wanderziele!

1. Ötschergräben - die Mutter aller Schluchten!

Die Ötschergräben sind der Grand Canyon Österreichs mit schroffen Felsen, tosenden Wasserfällen und einer einzigartigen Natur. Der rund 9 km lange Ötscherbach und die Erlauf haben diese imposante Schluchtenlandschaft geformt, durch einen von Holzknechten angelegten Steig mit Brücken und Stegen wurde diese zugänglich gemacht und können auf verschiedenen Wanderwegen zugänglich gemacht werden. Als idealer Ausgangspunkt gilt das Naturparkzentrum Ötscher-Basis in Wienerbruck, aber auch von Mitterbach, Gaming, Lackenhof, Puchenstuben oder St. Anton führen Wege in dieses so vielfältige Naturwunder.

Wasserfall

2. Erlaufschlucht

Die Erlaufschlucht in Purgstall an der Erlauf, im Volksmund auch Praterschlucht genannt, gilt schon seit 1972 aufgrund der einmaligen landschaftlichen Eigenheiten als Naturdenkmal. Der Fluss hat sich im Laufe der Jahrtausende bis zu 17 Meter tief in dem seit der letzten Eiszeit aufgelandeten Schotter eingegraben. Am besten zu begehen und zu erleben ist die Erlaufschlucht entweder auf dem zwischen Felsen und Wasser verlaufenden Fischersteig oder am von jedermann als Rundwanderweg zu benutzenden Pratersteg. Wer tiefer in die Geschichte und die natürlichen Begebenheiten der Erlauf eintauchen möchte, der sollte unbedingt an den Exkursionen teilnehmen, die im Sommer angeboten werden.

Wildwasser

3. Ysperklamm

Mächtige Granitformationen, Kaskaden und imposante Wasserfälle. Die Ysperklamm im südlichen Waldviertel bietet auf einer Länge von rund 2 Kilometern bei zugleich 270 Höhenmetern ein einzigartiges Schauspiel, hautnah erschlossen durch zahlreiche Stufen und Stege. Rund 1,5 bis 2 Stunden benötigt man für den Hin- und Rückweg, mit dem Druidenweg (gesamt ca. 11 km) kann man den Ausflug strecken und tiefer in die Attraktionen des Waldviertels eintauchen.

Wildwasser

4. Lohnbachfall

Ein Geheimtipp für den extra-Kick an heißen Tagen ist ein Abstecher zum Lohnbachfall (Kleiner Kamp) im nordwestlichen Waldviertel. 200 Meter lang erwarten einen wildes Wasser, welches an manchen Stellen über acht Meter in die Tiefe rauscht und für die perfekte Abkühlung sorgt, gepaart mit riesigen Granitfelsen - grün ummantelt mit Moos. Der Lohnbachfall in der wildromantischen Landschaft des Waldviertels gehört definitiv auf die „must-have-seen“ Liste für Waldviertel-Besucher.

Wildwasser

5. Myrafälle und Steinwandklamm

Die Myrafälle in Muggendorf sind eine beeindruckende, etwa 600 Meter lange Klamm, die vom Myrabach aus dem Quellgebiet des Unterbergs gespeist wird, der kurz darauf in die Piesting mündet. Der gut ausgebaute Wanderweg wurde schon 1885 errichtet und umfasst 19 Brücken und 8 Stiegen. Vor allem an schönen Wochenenden ist das Besucherinteresse enorm. In unmittelbarer Nähe, allerdings schon im Triestingtal, befindet sich die ebenfalls äußerst sehenswerte Steinbachklamm. Beide Ziele lassen sich wunderbar zu einem Tagesausflug kombinieren.

Wasserfall

6. Johannesbachklamm

Die Johannesbachklamm in Würflach ist ein kleines Naturparadies, welches auch an heißen Tagen angenehm kühl ist. Die rund 1 km lange Schlucht wurde 1902 durch die Errichtung der Steiganlagen erschlossen und diese werden laufend gewartet. Die Wasserführung des Johannesbaches ist sehr gering, dafür sind bis zu 60 Meter hohen, teilweise sogar überhängenden Felswände umso imposanter.

Klamm

7. Sebastian Wasserfall

Nur wenige Gehminuten vom Parkplatz im Puchberger Ortsteil Sonnleiten ist der wunderschöne Sebastian-Wasserfall entfernt und damit ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie. In 3 Kaskaden stürzt hier das Wasser des Sebastianbaches gut 50 Meter in die Tiefe und fließt dann als beschauliches Bächlein weiter. Es lohnt sich allerdings, den Wasserfall am markierten Wanderweg nach oben zu umgehen, denn auch der Oberlauf bietet viele beschauliche Plätze, zumindest für ein erfrischendes Fußbad.

Wasserfall

8. Wildwasserweg am Wechsel

Im südlichsten Niederösterreich und im hintersten Winkels des Wechsels in Mariensee befindet sich der Wildwasserweg. Hier enden die Verkehrswege und die einzige Straße wendet sich zurück bzw. hinauf nach St. Peter am Wechsel. Bei einem Biotop beginnt dieser Wildwasserweg, der entlang des tosenden Pöstlingbaches sukzessive nach oben führt. Zahlreiche Schautafeln und Rastplätze begleiten die Wanderung bis zum Höhepunkt, einem rund 20 Meter hohen Wasserfall. Wer nicht den gleichen Weg zurück gehen möchte unternimmt idealerweise eine Rundwanderung über die Marienseer Schwaig.

Wildwasser
Autor: Andi Dirnberger, 23.06.2021