Skiwelt trauert: Kärntner Legende ist tot
Der Kärntner Skisport trauert um Leopold „Poldl“ Gruber. Der ehemalige Weltcup-Rennläufer aus Bad Kleinkirchheim ist am 12. September 2026 im Alter von 74 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. In den 1970er-Jahren gehörte Gruber dem österreichischen Weltcupteam an und zählte zur starken Kärntner Skigeneration rund um Franz Klammer und Werner Grissmann.
Erfolge im Weltcup
Leopold Gruber schrieb in den 1970er-Jahren ein Stück Kärntner Skigeschichte. Der Bad Kleinkirchheimer gehörte zum österreichischen Weltcupteam und zeigte seine Stärken vor allem im Riesentorlauf.
Mehrfach schaffte er es im Weltcup in die Punkteränge. Zu seinen besten Ergebnissen zählten ein achter Platz im Riesentorlauf von Saalbach im Dezember 1973 sowie zwei zehnte Plätze in Madonna di Campiglio und Mont Sainte-Anne.
Damit gehörte Gruber zu jener erfolgreichen Kärntner Generation, die den österreichischen Skisport in dieser Zeit mitprägte. Der Landesskiverband Kärnten bezeichnet ihn als Persönlichkeit, die den heimischen Skisport auf und abseits der Piste über Jahrzehnte begleitet hat.
Weggefährte großer Ski-Namen
Gruber war eng mit bekannten Größen des österreichischen Skisports verbunden. Zu seinen Weggefährten zählten unter anderem Franz Klammer und Werner Grissmann.
Auch der Skiclub Bad Kleinkirchheim erinnert in seiner Vereinsgeschichte an Gruber. Dort wird er als einer jener Athleten genannt, die den Weg bis in den Weltcup schafften und den Ruf der Region als Wintersport-Hochburg mitprägten.
Gerade in Bad Kleinkirchheim blieb sein Name deshalb über Jahrzehnte eng mit dem Skisport verbunden.
Treffpunkt der Skifamilie
Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Gruber dem Skisport treu. Gemeinsam mit seiner Frau Uschi führte er die Sportalm in St. Oswald.
Die später als „Weltcup-Poldlhütte“ bekannte Gaststätte entwickelte sich zu einem Treffpunkt für Freunde, ehemalige Rennläufer und Wegbegleiter aus der Skiszene. Dort wurden Erinnerungen an frühere Rennen und Geschichten aus dem Weltcup weitergetragen.
Der Landesskiverband Kärnten hebt besonders diese Rolle Grubers hervor. Er sei nicht nur als Rennläufer, sondern auch als Gastgeber eng mit der Kärntner Skifamilie verbunden geblieben.
Abschied in St. Oswald
Nach seinem Tod fand seine Familie bewegende Worte. In einer Mitteilung heißt es, man halte ihn fest im Herzen und sei dankbar für die gemeinsam verbrachte Zeit.
Die Trauergemeinde kann am Mittwoch, dem 23. September, ab 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Oswald persönlich Abschied nehmen. Bereits am Dienstag, dem 22. September, findet dort um 18 Uhr ein Abendgebet statt.