4 unvergessliche Wintererlebnisse für die ganze Familie

Jugendlichen machen die sozialen Nebenwirkungen der Corona-Pandemie besonders zu schaffen. Die Absenz regelmäßiger sozialer Kontakte mit Gleichaltrigen beeinträchtigt ihre Entwicklung auf mehreren Ebenen: von der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper über den Aufbau sozialer Beziehungen bis hin zur Ausbildung eines sozialverantwortlichen Verhaltens. Die Folge ist ein verstärktes Auftreten psychologischer Krankheitsbilder wie Depressionen, Essstörungen oder Suizidgedanken. Eine Möglichkeit dieser schädlichen Entwicklung Einhalt zu gebieten, ist ein sportlich aktiver Tag mit Freunden oder Verwandten vor der traumhaften Kulisse einer tiefverschneiten Landschaft, worauf auch Stefan Schiel (Bundeswintersportreferent der Naturfreunde Österreich) mit Nachdruck hinweist. Wir dürfen Ihnen daher folgende vier Wintererlebnisse für die ganze Familie ans Herz legen.

Schatzsuche im Schnee

Ein spannendes Abenteuer verspricht beispielsweise eine geführte Winterwanderung durch den Naturpark Dobratsch. Dabei besteht nicht nur die Möglichkeit, die faszinierende Landschaft des Naturschutzgebiets in all ihrer Pracht zu erkunden, sondern sich auch an einer interaktiven Schatzsuche zu beteiligen. Die Besucher erhalten dafür eine spielerische Einführung durch einen Naturpark-Ranger in den Umgang mit LVS-Geräten sowie Lawinensonden und -schaufeln, die auch bei der Suche nach verschütteten Lawinenopfern zum Einsatz kommen.

Drei Winterwanderer blicken in einen von unzähligen Sternen hell erleuchteten Nachthimmel

Sternlan schauen

Mystisch romantisch gestaltet sich darüber hinaus eine nächtliche Fackelwanderung durch den Naturpark Weißensee. Im Dämmerschein der natürlichen Lichtquellen offenbart sich den Teilnehmern ein traumhafter Nachthimmel, dessen Sterne wie Edelsteine in der Dunkelheit funkeln.

Im Reich der Steinböcke

Tierliebhaber sollten wiederum einen Abstecher in den Nationalpark Hohe Tauern unternehmen. Hier gewährt eine Schneeschuhwanderung in Begleitung eines Nationalpark-Rangers Einblicke in die größte Steinwildkolonie des Nationalparks. Durch ein Fernglas oder eine Spektiv eröffnen sich einem dabei an imposanten Schauplätzen atemberaubende Einblicke in die winterliche Lebenswelt der majestätischen Steinböcke. Den idealen Ausklang bildet ein Besuch der Erlebnisausstellung im „Haus der Steinböcke“, wo interaktive Spiele, Modelle und außergewöhnliche Filmaufnahmen den Naturpark für alle Sinne erlebbar machen.

Ein tiefverschneiter Zirbenwald im gleisenden Licht der Sonne

Brauchtum & Genuss

Im UNESCO Biosphärenpark Nockberge kommen schlussendlich Freunde spiritueller Traditionen voll auf ihre Kosten. Dafür nimmt sie ein Biosphärenpark-Ranger mit auf eine Winterwanderung durch die pittoresken Zirbenwälder der Turracher Höhe zum höchstgelegenen Bergbauernhofs Kärntens, wo bereits eine Tasse mit heißem Tee oder Glühmost sowie ein Stück des regionstypischen Kletzenbrotes zur Stärkung bereitstehen. Anschließend bringt die Bergbauernfamilie Grabner ihren Gästen das uralte Brauchtum des „Räucherns“ näher, dass speziell in der Zeit vor den „Raunächten“ sowie zu „Maria Lichtmess“ gepflegt wird.

Autor: Stefan Kohlmaier, 28.12.2021