"Bitterlich geweint": Skistar Hector über Trennung
- Emotionaler Abschied nach vielen Jahren
- Familie und Reisen: Die Gründe für Berbigs Aus
- Neustart mit neuem Servicemann Matteo Fattor
Riesentorlauf-Olympiasiegerin Sara Hector muss künftig ohne ihren langjährigen Servicemann Reinhard Berbig auskommen. Nach der herben Trennung von dem Vorarlberger blickt die 34-Jährige auf einen emotional extrem schwierigen Sommer zurück. Kurz vor dem Weltcup-Auftakt blickt sie nun mit einem neuen Mann an ihren Skiern wieder optimistisch nach vorne.
Emotionaler Abschied nach vielen Jahren
Schon beim Weltcup-Finale habe Sara Hector gespürt, dass eine große Veränderung bevorsteht – noch bevor die Entscheidung ausgesprochen wurde. „Beim Weltcup-Finale hat er zwar nichts gesagt, aber ich habe es ihm sofort angesehen. Wir kennen uns so gut, dass ich seine Gefühle lesen konnte. Es war unglaublich emotional, obwohl kein einziges Wort fiel“, schildert die Schwedin den Moment gegenüber der Zeitung Expressen.
Als der Abschied schließlich feststand, brach für die Olympiasiegerin von 2022 eine harte Zeit an. „Ich habe bitterlich geweint. Wir hatten ein großartiges Verhältnis und standen uns extrem nah. Er hat mir unheimlich viel beigebracht, deshalb tat dieser Abschied sehr weh. Den halben Sommer über war ich deshalb niedergeschlagen“, gestand Hector offen.
Familie und Reisen: Die Gründe für Berbigs Aus
Der österreichische Servicemann Reinhard Berbig begründete seinen Rückzug aus dem schwedischen Betreuerteam vor allem mit den hohen Belastungen des Weltcup-Zirkus. Die monatelange Trennung von seiner Familie und die unzähligen Reisetage brachten den Vorarlberger schließlich zu dem Entschluss, einen Schlussstrich zu ziehen.
Für Hector waren die Beweggründe ihres engsten Vertrauten zwar absolut nachvollziehbar: „Die vielen Reisetage waren für ihn zu viel. Er hat eine Familie zu Hause und hatte das Gefühl, dass es auf Dauer nicht funktionieren würde.“ Dennoch wog der Verlust ihres Begleiters menschlich wie sportlich schwer.
Neustart mit neuem Servicemann Matteo Fattor
Pünktlich vor dem traditionellen Weltcup-Auftakt am 24. Oktober am Rettenbachferner in Sölden ist die Nachfolge an Hectors Skiern jedoch geregelt. Mit dem Italiener Matteo Fattor hat die Schwedin einen neuen Servicemann an ihrer Seite, mit dem die Chemie auf Anhieb stimmt.
„Er ist extrem kompetent und wir haben jede Menge Spaß zusammen. Veränderungen kommen manchmal ungefragt, müssen aber keineswegs immer von Nachteil sein“, zeigt sich Hector wieder zuversichtlich. Die 34-Jährige betont weiterhin ihre ungebrochene Leidenschaft für den Rennsport: „Ich fahre Ski, weil ich diesen Sport liebe.“ Selbst eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2030 schließt die Technikspezialistin nicht aus.