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Zwei Red-Bull-Racing-Fahrer stehen neben dem neuen Formel-1-Auto und machen ein Selfie bei der Präsentation der 2026-Lackierung in Detroit; im Hintergrund ist das Oracle-Red-Bull-Racing-Logo zu sehen.
Max Verstappen und Isack Hadjar zeigen sich von der neuen Lackierung des Red-Bull-Boliden für die Formel-1-Saison 2026 angetan.
Max Verstappen und Isack Hadjar zeigen sich von der neuen Lackierung des Red-Bull-Boliden für die Formel-1-Saison 2026 angetan.
APA-Images / AFP Getty / MARK THOMPSON

Geheimnis gelüftet: Red Bull packt aus

16.01.2026 um 11:16, Anna Kirschbaum
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Start in eine neue Ära der Formel 1: Red Bull präsentiert in Detroit das Design für 2026 – glänzend, retro und erstmals mit Ford-Motor.

Das Warten hat ein Ende: Red Bull Racing hat in Detroit, der Heimat seines neuen Partners Ford, die Lackierung für die Formel-1-Saison 2026 vorgestellt. Der Rennstall zeigte das neue Design zwar noch auf einem Fahrzeug des Vorjahres, sorgt aber mit Hochglanzoptik und Retro-Elementen bereits für Aufsehen. Das tiefblaue Grunddesign mit roten Bullen und gelben Akzenten bleibt erhalten, dunklere Flächen deuten auf konsequente Gewichtseinsparungen hin, die über das unlackierte Karbon erreicht werden.

Verstappen begeistert vom Retro-Look

Vierfach-Weltmeister Max Verstappen zeigt sich vom neuen Auftritt angetan: „Der Glanz ist cool, sie hat einen eher retroartigen Look, die Farbe ist sehr kräftig und blau, das gefällt mir sehr gut.“ Gleichzeitig scherzt er, die Mechaniker würden wohl länger brauchen, den Boliden sauber zu halten.

Ein neues Kapitel mit Ford

Mit der Präsentation beginnt für Red Bull auch offiziell die Zusammenarbeit mit Ford. Der US-Hersteller kehrt nach 22 Jahren in die Königsklasse zurück. Statt auf Honda setzt man mit dem Red Bull Powertrains erstmals auf einen gemeinsam mit Ford entwickelten Motor. Verstappen hat 2025 seinen fünften Titel nur knapp verpasst – 2026 will er mit dem neuen Auto wieder angreifen.

Die erste gemeinsam gebaute Antriebseinheit trägt den Namen DM01. Die Initialen D und M sind eine Hommage an den 2022 verstorbenen Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz. Die neue Power Unit soll ihre Leistung zu 50 Prozent aus dem Verbrennungsmotor und zu 50 Prozent aus einem Elektromotor beziehen. Die MGU-H entfällt, der seit 2014 eingesetzte Hybridmotor wird für 2026 mit höherem Anteil elektrischer Energie modifiziert. Parallel dazu sollen die Fahrzeuge durch das neue technische Reglement generell kleiner und leichter werden.

Die neue Motorengeneration sorgt aber für Diskussionen. Teamchef Laurent Mekies dämpft angesichts der „größten Regeländerung in der Geschichte der modernen Formel 1“ jedoch die Erwartungen. Man wolle „nicht naiv glauben, sofort auf Ferrari- oder Mercedes-Niveau zu sein“. Man sei „mit einem Rückstand gestartet“, sehe aber großes Potenzial in den eigenen Strukturen, erklärt unterdessen der technische Direktor Ben Hodgkinson. Gerüchte über ein angebliches Schlupfloch bei der Verdichtung wies er indirekt zurück: „Es gibt klare Regeln. Ich verstehe nicht, warum sich alle so aufregen.“

Isack Hadjar: Nachwuchs im zweiten Cockpit

Isack Hadjar (21) hat in Detroit sein offizielles Debüt als Red-Bull-Fahrer gefeiert. Der Franzose bezeichnet es als „Privileg“, an der Seite von Verstappen zu fahren. Nach einer starken Saison bei den Racing Bulls peilt er mit seinem neuen Team zumindest einen Saisonsieg an. „Ich will mir das Vertrauen des Teams verdienen und gute Leistungen bringen“, sagte er.

So wird das neue Auto

Am Grunddesign will Red Bull festhalten; die Philosophie bleibt unverändert: schnell, auffällig, konkurrenzfähig. Ende Jänner beginnen die Tests in Barcelona, im Februar folgen Probefahrten in Bahrain. Am 8. März startet in Melbourne die neue Saison.

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