Karriereende: Mirjam Puchner sagt Servus
Inhalt
- Entscheidung nach langer Überlegung
- Mirjam Puchner: Erfolgreiche Karriere mit vielen Höhepunkten
- Achterbahn der Gefühle im letzten Jahr
- Neues Kapitel wartet bereits
Eine der bekanntesten österreichischen Speedfahrerinnen sagt dem Spitzensport Lebewohl: Mirjam Puchner hat am Dienstag offiziell ihr Karriereende bekannt gegeben. Die Salzburgerin beendet nach rund 13 Jahren im Ski-Weltcup ihre aktive Laufbahn und verabschiedet sich mit einer beeindruckenden Bilanz aus dem internationalen Skisport.
Für den Österreichischen Skiverband bedeutet der Rücktritt den Verlust einer Athletin, die über Jahre hinweg zu den konstantesten Fahrerinnen im Speedbereich zählte und bei den größten Rennen der Welt regelmäßig für Spitzenresultate sorgte.
Entscheidung nach langer Überlegung
Die 34-Jährige betonte, dass sie sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe. „Ich habe mir bewusst diese Zeit genommen, weil ich in meiner Entscheidung nichts überstürzen wollte“, erklärte Puchner. Bereits während der vergangenen Saison sei der Gedanke an ein Karriereende immer wieder aufgekommen. Während des laufenden Rennbetriebs habe sie sich jedoch bewusst keine endgültige Entscheidung auferlegen wollen.
Nach Saisonende sei schließlich die Erkenntnis gereift, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei. „Man spürt es einfach. Jetzt ist die Zeit für etwas Neues“, sagte die Pongauerin.
Mirjam Puchner: Erfolgreiche Karriere mit vielen Höhepunkten
Ihr Debüt im Ski-Weltcup feierte Mirjam Puchner im Jänner 2013. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sie sich zu einer festen Größe im österreichischen Speed-Team.
Insgesamt stand die Salzburgerin neunmal auf einem Weltcup-Podest und feierte zwei Siege. Besonders in Erinnerung bleiben ihre Erfolge in den Abfahrten von St. Moritz im Jahr 2016 sowie in Soldeu 2019. Noch erfolgreicher verliefen ihre Auftritte bei Großereignissen.
Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gewann sie überraschend die Silbermedaille im Super-G und sorgte damit für einen der größten Erfolge ihrer Karriere. Drei Jahre später folgte bei der Heim-Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm ein weiterer emotionaler Höhepunkt. Vor heimischem Publikum holte sie in der Abfahrt erneut Silber und krönte damit ihre erfolgreiche Laufbahn.
Achterbahn der Gefühle im letzten Jahr
Die Saison 2025/26 verlief für Puchner noch einmal äußerst wechselhaft. Sportlich zeigte sie mehrfach ihr Können und fuhr unter anderem in St. Moritz auf Rang drei. Weitere Top-Ten-Platzierungen in Tarvisio und Crans-Montana unterstrichen ihre starke Form.
Gleichzeitig musste sie aber auch Rückschläge verkraften. Bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina blieb der große Erfolg aus. Nach Rang elf in der Abfahrt schied sie im Super-G bereits nach wenigen Sekunden durch einen Fahrfehler aus.
Neues Kapitel wartet bereits
Langeweile dürfte bei der Salzburgerin dennoch nicht aufkommen. Puchner hat sich bereits während ihrer aktiven Karriere mit ihrer Zukunft beschäftigt und verschiedene Ausbildungen absolviert. „Ich fange nicht bei Null an“, erklärte sie.
In den kommenden Wochen und Monaten möchte sie Gespräche führen und ausloten, wohin ihr beruflicher Weg künftig führen soll. Noch steht nicht fest, in welcher Branche sie tätig sein wird. Klar ist jedoch, dass sie die Zeit nach ihrer Sportkarriere bewusst und mit Vorfreude angehen möchte.