Nach zwölf Jahren: Ski-Weltcup verliert Renndirektor
Nur zwei Wochen vor dem Start der neuen alpinen Ski-Weltcup-Saison gibt es bei der FIS eine bedeutende Personalentscheidung. Markus Waldner tritt nach zwölf Jahren als Renndirektor der Männer zurück. Der internationale Skiverband hat bereits mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen.
Waldner tritt nach zwölf Jahren zurück
Markus Waldner hat den Internationalen Ski- und Snowboardverband darüber informiert, dass er seine Funktion als Renndirektor des alpinen Männer-Weltcups abgibt.
Der 63-Jährige hatte diesen Posten zwölf Jahre lang inne und war damit für die Durchführung und Organisation der Weltcup-Rennen auf höchstem Niveau mitverantwortlich.
Der Zeitpunkt kommt überraschend: Die neue Saison steht unmittelbar bevor. Nur rund zwei Wochen vor dem ersten Weltcup-Rennen muss die FIS nun ihre Führung im Männerbereich neu organisieren.
Druck wurde für den 63-Jährigen zu groß
Waldner machte deutlich, dass ihm die Entscheidung nicht leichtgefallen sei. „Das ist keine Entscheidung, die ich auf die leichte Schulter nehme“, erklärte er auf der Website der FIS.
Die Verantwortung für den alpinen Skisport auf höchstem Niveau bezeichnete der langjährige Renndirektor als Privileg. Gleichzeitig sei die Funktion über die Jahre mit enormem Druck verbunden gewesen.
„Im Laufe der Jahre, während sich die FIS und der Sport verändert haben und gewachsen sind, hat sich dieser Druck so stark angestaut, dass ich heute das Gefühl habe, nicht mehr die Energie und die Einstellung zu haben, um eine weitere komplette Saison so zu absolvieren, wie ich es mir gewünscht hätte“, erklärte Waldner.
Peter Gerdol übernimmt vorerst
Eine unmittelbare Nachfolge steht noch nicht fest. Die FIS bestätigte allerdings, dass die Suche nach einem neuen Renndirektor für den Männer-Weltcup bereits läuft.
Für den ersten Teil der Saison gibt es eine Übergangslösung. Peter Gerdol, derzeit Chef-Renndirektor des alpinen Frauen-Weltcups, wird vorübergehend die Wettbewerbe beider Geschlechter beaufsichtigen.
Damit soll gewährleistet werden, dass die bevorstehenden Rennen trotz Waldners Rücktritt wie geplant durchgeführt werden können, während parallel nach einer dauerhaften Lösung gesucht wird.
Neue Aufgabe innerhalb der FIS geplant
Ganz verabschiedet sich Waldner allerdings nicht vom internationalen Skiverband. In der Saison 2026/27 will er die Übergangsphase noch unterstützen und seine Erfahrung bei der Neuordnung einbringen.
Danach soll der 63-Jährige eine neue Aufgabe innerhalb der FIS übernehmen. Welche Funktion er künftig ausüben wird, wurde zunächst nicht näher erläutert.