3:6 gegen Liverpool: Doch dafür wird der LASK gefeiert
Neun Tore, eine ausverkaufte Arena und ein deutliches Ergebnis: Der LASK hat bei seiner Champions-League-Heimpremiere gegen den FC Liverpool ein spektakuläres 3:6 erlebt. Die Engländer zeigten vor 18.910 Zuschauern ihre Klasse, während die Linzer vor allem in der Schlussphase noch einmal aufzeigten. Besonders beeindruckt zeigte sich Liverpool-Trainer Andoni Iraola von der Atmosphäre in Linz.
Liverpool entscheidet Partie früh
Rund 20 Minuten hielt der LASK die Begegnung offen. Liverpool hatte zwar mehr vom Spiel, fand zunächst aber nur selten den Weg gefährlich vor das Tor von Lukas Jungwirth.
Dann ging es allerdings schnell. Ronald Araujo köpfte nach einem Eckball in der 22. Minute zur Führung ein. Nur 96 Sekunden später erhöhte Bradley Barcola auf 2:0.
Der LASK verlor danach zunehmend den Zugriff. Liverpool kombinierte sich immer wieder gefährlich durch die Linzer Defensive und erhöhte noch vor der Pause durch Barcola auf 3:0.
Barcola mit drei Treffern
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Jeremie Frimpong traf in der 51. Minute per Kopf zum 4:0. Zwar gelang Robert Ljubicic in der 63. Minute der erste Champions-League-Treffer des LASK, doch die Hoffnung auf eine Aufholjagd währte nur kurz.
Barcola stellte mit seinem dritten Treffer auf 5:1, Lewis Koumas erhöhte wenig später sogar auf 6:1. Damit war die Partie endgültig entschieden.
Der Franzose Barcola avancierte mit seinem Triplepack zum Mann des Abends und war gemeinsam mit Florian Wirtz einer der auffälligsten Akteure der Gäste.
LASK schlägt spät zurück
Die Linzer gaben sich trotz des hohen Rückstands nicht auf. Florian Flecker, der bereits 2023 gegen Liverpool getroffen hatte, kam nach der Pause ins Spiel und sorgte in der Schlussphase noch für Ergebniskosmetik. Nach zwei Vorlagen von Yvan Dibango traf Flecker in der 74. und 78. Minute zum 3:6-Endstand.
Für den LASK war die Niederlage dennoch ernüchternd. Trainer Dietmar Kühbauer sprach nach dem Spiel davon, dass Liverpool auf einem anderen Niveau agiert habe. Gleichzeitig hofft er, dass seine Mannschaft aus der Partie lernen kann.
Torhüter Lukas Jungwirth sah vor allem die erste Hälfte kritisch. Man sei über weite Strecken überfordert gewesen und habe nicht das umgesetzt, was man sich vorgenommen hatte.
Großes Lob für die Fans
Trotz des klaren Resultats gab es nach dem Spiel viel Anerkennung für das Linzer Publikum. Liverpool-Trainer Andoni Iraola zeigte sich von der Stimmung in der Arena beeindruckt.
Die LASK-Fans hätten ihre Mannschaft selbst bei hohem Rückstand weiter unterstützt und für eine starke Atmosphäre gesorgt. Auch die mitgereisten Liverpool-Anhänger lobte der Spanier.
„Es war ein Wahnsinn, wie laut es war“, sagte auch LASK-Doppeltorschütze Flecker über die Unterstützung von den Rängen.
Sportlich bleibt der LASK nach zwei Champions-League-Spielen ohne Punkt. Bereits in der kommenden Woche wartet auswärts bei Sporting Lissabon die nächste schwere Aufgabe.