Sturz-Drama: Langlauf-Star nach Crash im Spital
Langlauf-Superstar Johannes Hösflot Kläbo hat im Weltcup von Drammen einen schweren Sturz erlebt. Der Norweger, der zuletzt sechs Rennen in Serie gewonnen hatte, kam im Sprint-Halbfinale zu Fall und musste anschließend zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden.
Sturz im Sprint-Halbfinale
Kläbo war im Stadt-Sprint von Drammen erneut auf Siegkurs. Der sechsfache Olympiasieger jagte seinem 112. Weltcupsieg hinterher und galt erneut als großer Favorit.
Im Halbfinale kam es jedoch zu einem folgenschweren Zwischenfall. Im Positionskampf mit dem US-Amerikaner Ben Ogden verlor dieser auf der engen Strecke das Gleichgewicht. Ogden stürzte, Kläbo konnte nicht mehr ausweichen und fiel über den US-Läufer. Der Norweger prallte mit dem Hinterkopf auf den eisigen Schnee.
Insgesamt waren vier der sechs Halbfinalteilnehmer in den Sturz verwickelt. Kläbo blieb zunächst regungslos im Schnee liegen, rappelte sich schließlich jedoch wieder auf und schleppte sich ins Ziel. Am Ende wurde er als Elfter gewertet.
Gesundheitszustand nach dem Sturz
Nach dem Rennen wurde der Norweger von Betreuern gestützt und aus dem Wettkampfbereich geführt. Aufgrund der Wucht des Aufpralls wurde er anschließend mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo weitere Untersuchungen durchgeführt wurden.
Mannschaftsarzt Ove Feragen erklärte später, Kläbo sei bei Bewusstsein gewesen. Der Sturz sei jedoch heftig gewesen und müsse sorgfältig abgeklärt werden. Nach ersten Einschätzungen könnte der Langlauf-Star glimpflich davongekommen sein. Dennoch soll er weiterhin medizinisch überwacht werden.
Bedeutung für Weltcup und Saison
Zum Zeitpunkt des Sturzes befand sich Kläbo in beeindruckender Form. Der Norweger hatte zuvor sechs Weltcuprennen in Serie gewonnen. In dieser Saison hatte er sich bereits sowohl die kleine Kristallkugel für den Sprint-Weltcup als auch den Gesamtweltcup gesichert. Ob Kläbo beim 50-km-Massenstartrennen in Drammen an den Start gehen kann, ist derzeit noch offen.
Aus österreichischer Sicht verlief der Sprintbewerb enttäuschend. Michael Föttinger, Benjamin Moser, Erik Engel und Lukas Mrkonjic schieden bereits in der Qualifikation aus. Auch im Frauenbewerb verpassten Heidi Bucher und Magdalena Scherz den Einzug in die nächste Runde. Den Sieg im Frauen-Sprint holte sich die Schwedin Jonna Sundling in einem äußerst engen Finale.