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ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick gestikuliert beim Spiel Irland gegen Österreich an der Seitenlinie.
Ralf Rangnick wird beim Nations-League-Duell zwischen Irland und Österreich an der Seitenlinie laut.
Ralf Rangnick wird beim Nations-League-Duell zwischen Irland und Österreich an der Seitenlinie laut.
APA-Images / APA / HELMUT FOHRINGER

Irland - Österreich: Rangnick platzt der Kragen

02.10.2026 um 08:21, Anna Kirschbaum
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Nach dem Duell Irland gegen Österreich übt Ralf Rangnick deutliche Kritik. Vor allem eine Szene bringt den ÖFB-Teamchef auf die Palme.

Österreich rettet gegen Irland nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt. Doch das Comeback kann Ralf Rangnick nicht über den schwachen Auftritt vor der Pause hinwegtrösten. Der ÖFB-Teamchef kritisiert vor allem die fehlende Intensität und findet beim ersten Gegentor besonders deutliche Worte.

​„Das erste Tor, das geht gar nicht“

Vor allem der Treffer zum 0:1 bringt Rangnick auf die Palme. Troy Parrott setzt sich in der 12. Minute gegen mehrere ÖFB-Spieler durch und bringt Irland in Führung.

„Da haben wir uns nicht gut angestellt. Er kann am ersten Spieler vorbeikommen, aber nicht am Zweiten und am Dritten“, kritisiert Rangnick nach der Partie. Seine Bewertung fällt unmissverständlich aus: „Das erste Tor, das geht gar nicht.“

Auch Philipp Lienhart nimmt sich bei der Szene selbst in die Pflicht. „Wir waren drei gegen einen und kriegen trotzdem das Tor. Das war schlecht, schlecht von mir“, sagt der Verteidiger.

​Österreich fehlt die nötige Intensität

Das Gegentor ist für Rangnick allerdings nicht das einzige Problem. Österreich kommt gegen Irland zunächst kaum in die Zweikämpfe und läuft dem Gegner häufig hinterher. Kurz vor der Pause erhöht Parrott per Elfmeter auf 2:0.

„Es waren zwei grundverschiedene Halbzeiten. In der ersten Hälfte hatten wir das Nachsehen, wenig Energie auf dem Platz“, analysiert Rangnick.

Der Teamchef sieht die Iren in den ersten 45 Minuten klar im Vorteil. „Individuell, als auch mannschaftstaktisch war das auf sehr hohem Niveau. Die waren einfach besser als wir. Wir haben keine Mittel gefunden, da dagegenzuhalten.“

​Rangnick rüttelt seine Spieler in der Kabine wach

In der Halbzeit wird Rangnick gegenüber seiner Mannschaft deutlich. Lienhart gibt nach dem Spiel Einblick in die Kabinenansprache des Teamchefs.

„Er hat gesagt, dass es mit dieser Intensität nicht geht und dass wir ein anderes Gesicht zeigen müssen“, berichtet der ÖFB-Verteidiger. Die Spieler hätten allerdings selbst gewusst, dass sich etwas ändern müsse. „Das haben wir ja selber erkannt. Wichtig war, dass wir den Schalter dann umlegen konnten.“

Lienhart nennt die Probleme beim Namen: „Wir waren einfach nicht da. Wir waren nicht präsent genug in den Zweikämpfen. Wir haben einfach nicht genug Sprints gemacht.“

​Rangnicks Ansage zeigt Wirkung

Nach der Pause präsentiert sich Österreich tatsächlich verändert. Das ÖFB-Team erhöht das Tempo und bringt Irland zunehmend unter Druck. Besonders die Einwechslungen zahlen sich aus.

Alexander Prass verkürzt in der 71. Minute nach Vorarbeit von Patrick Wimmer auf 1:2. Nur sechs Minuten später trifft Michael Gregoritsch per Freistoß zum Ausgleich. Damit machen ausgerechnet zwei Joker den Rückstand wett.

Für Rangnick bestätigt das auch die Qualität seines Kaders. „Das zeigt schon auch, dass wir in der Breite die Möglichkeit haben, in so einem Spiel nochmal richtig nachzulegen.“

​Rangnick mit Ergebnis zufrieden

In der Schlussphase drängt Österreich sogar noch auf den Sieg. Irland bekommt zunehmend Probleme mit dem Tempo des ÖFB-Teams, auf der Gegenseite verhindert Florian Wiegele allerdings ebenfalls einen weiteren Gegentreffer.

„Am Schluss waren wir dem Sieg näher als Irland. Wir hatten gute Möglichkeiten“, sagt Rangnick. Nach dem deutlichen Rückstand kann er mit dem Punkt leben. Seine Kritik an den ersten 45 Minuten bleibt dennoch bestehen: „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der ersten Halbzeit natürlich nicht.“

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