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Der Tiroler Motocross-Pionier Hansi Kinigadner ist verstorben.
Hansi Kinigadner wurde 1978 und 1980 österreichischer Staatsmeister in der 250-ccm-Klasse.
Hansi Kinigadner wurde 1978 und 1980 österreichischer Staatsmeister in der 250-ccm-Klasse.
The Edge of Sight/Shutterstock.com

Große Trauer: Motocross-Legende ist gestorben

09.10.2026 um 08:43, Yunus Emre Kurt
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Der Tiroler Motocross-Pionier Hansi Kinigadner ist verstorben. Der frühere Staatsmeister war seit einem schweren Unfall 1984 querschnittsgelähmt.

Die österreichische Motocross-Szene trauert um Hansi Kinigadner. Der Tiroler, der am 17. Juli 1956 geboren wurde, feierte in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren große sportliche Erfolge und gehörte zu einer Familie, deren Name bis heute eng mit Motocross und KTM verbunden ist.

​Zweifacher Staatsmeister

Hansi Kinigadner gehörte zu den bekannten Namen im österreichischen Motocross-Sport. Seine größten Erfolge feierte er mit zwei österreichischen Staatsmeistertiteln.

1978 sicherte er sich den Titel auf Montesa, zwei Jahre später folgte 1980 ein weiterer Triumph auf Kramer-Rotax. Beide Titel gewann Kinigadner in der 250-ccm-Klasse.

Der Name Kinigadner wurde über Jahrzehnte hinweg zu einem festen Begriff in der heimischen Motocross-Szene. Auch sein jüngerer Bruder Heinz prägte den Sport und gewann später internationale Titel.

​Schwerer Unfall 1984

Am 14. Oktober 1984 nahm Hansis aktive Karriere ein tragisches Ende. Beim österreichischen Meisterschaftslauf in Höhnhart verunglückte er schwer.

Seit diesem Unfall war Hansi Kinigadner querschnittsgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Besonders tragisch: Der Unfall ereignete sich ausgerechnet in jenem Jahr, in dem sein Bruder Heinz erstmals Weltmeister in der 250-ccm-Klasse wurde.

Auch später wurde die Familie erneut von einem schweren Schicksalsschlag getroffen. 2003 verunglückte Hannes, der Sohn von Heinz Kinigadner, bei einem Motocross-Rennen. Auch er ist seither querschnittsgelähmt.

​Spenden für Wings for Life

Ein Jahr später, 2004, gründeten Heinz Kinigadner und Dietrich Mateschitz die Stiftung „Wings for Life“. Ihr Ziel ist es, Forschung zu fördern, die Querschnittslähmung eines Tages heilbar machen soll.

Auch beim Abschied von Hansi Kinigadner spielt die Stiftung eine zentrale Rolle. Die Familie bittet darum, anstelle von Kränzen und Blumen für „Wings for Life“ zu spenden.

Als Kennwort soll dabei „Hansi Kinigadner“ angegeben werden. In der Traueranzeige finden die Angehörigen bewegende Worte: „Der Kampf seines Lebens ist zu Ende.“

​Trauerfeier in Uderns

Hansi Kinigadner hinterlässt seine Frau Katy, seine Tochter Kathrin und deren Familie. Auch seine Geschwister sowie zahlreiche weitere Angehörige und Freunde trauern um ihn.

Die Verabschiedung findet am Samstag, 10. Oktober, in Uderns im Zillertal statt. Um 9.30 Uhr begleitet die Trauergemeinde Hansi vom Trauerhaus am Kiniweg 21 zur Pfarrkirche.

Dort beginnt um 10 Uhr der Sterbegottesdienst. Anschließend wird Hansi Kinigadner auf dem Ortsfriedhof beigesetzt.

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