Team-Kombi: Franzoni schnellster Mann der Abfahrt
Giovanni Franzoni sorgt bei Olympia für die erste große Duftmarke: In der Abfahrt der Team-Kombination der Männer fährt der Italiener die Bestzeit und bringt sein Team in Führung. Nach dem Speed-Durchgang ist die Ausgangslage klar, doch die Medaillenentscheidung fällt erst im Slalom. Für Österreich beginnt jetzt die Aufholjagd, denn die ÖSV-Teams setzen auf ihre Slalomstärke.
Italien legt vor, Schweiz folgt dicht
Die Abfahrt der Team-Kombination der Männer sorgt am Olympia-Tag für klare Verhältnisse an der Spitze. Team Italien 1 ist nach dem Speed-Durchgang der große Gejagte. Shootingstar Giovanni Franzoni präsentiert sich erneut in Topform und setzt mit einer Zeit von 1:51,80 Minuten die Bestmarke.
Der Vize-Olympiasieger bestätigt damit seine starke Saison und verschafft seinem Slalom-Partner Alex Vinatzer eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den zweiten Teil des Bewerbs.
Schweizer Phalanx lauert
Direkt hinter Franzoni reiht sich einmal mehr die Schweizer Mannschaft ein. Alexis Monney liegt mit nur 17 Hundertstel Sekunden Rückstand auf Rang zwei, für ihn geht im Slalom Daniel Yule an den Start.
Auf Platz drei folgt Marco Odermatt, der mit 0,28 Sekunden Rückstand ebenfalls in Schlagdistanz bleibt. Für den Gesamtweltcup-Dominator übernimmt später Loïc Meillard den Slalom-Part. Die Schweiz ist damit gleich mit mehreren Teams in aussichtsreicher Position vertreten.
Von Allmen bester Verfolger
Auch Franjo von Allmen, Olympiasieger in der Abfahrt, zeigt eine starke Leistung. Der Schweizer belegt Rang vier mit 0,42 Sekunden Rückstand. Im Slalom vertraut er auf Tanguy Nef, damit bleibt auch dieses Duo voll im Medaillenrennen.
ÖSV vor schwierigem Slalom
Für die österreichischen Teams verläuft die Abfahrt nicht nach Wunsch. Vincent Kriechmayr ist mit Rang sieben (+1,25) der beste Österreicher nach dem Speed-Durchgang. Die Ausgangslage ist jedoch nicht hoffnungslos, denn nun kommt der Slalom.
Kriechmayr bekommt im zweiten Durchgang Unterstützung von Manuel Feller, einem der stärksten Techniker im Weltcup. Auch Daniel Hemetsberger und Raphael Haaser, die zeitgleich auf Rang acht liegen, hoffen mit Marco Schwarz beziehungsweise Michael Matt auf eine Aufholjagd.
Stefan Babinsky rangiert nach der Abfahrt auf Platz neun, sein Slalom-Partner ist Fabio Gstrein. Der Rückstand zur Spitze ist beträchtlich, doch die Team-Kombination lebt von solchen Konstellationen.
Alles offen vor dem Slalom
Das neue Format der Team-Kombination sorgt für Spannung. Während Italien im Speed die Muskeln spielen lässt, können im Slalom andere Nationen zurückschlagen. Gerade Österreich setzt traditionell auf seine technische Stärke und hofft, den Zeitverlust aus der Abfahrt zumindest teilweise wettzumachen.
Showdown im zweiten Durchgang
Ob Franzoni und Vinatzer den Vorsprung ins Ziel bringen oder ob Schweiz oder Österreich noch zuschlagen, entscheidet sich im Slalom. Fest steht: Nach der Abfahrt ist das Rennen um die Medaillen offen, auch wenn Italien derzeit klar die Nase vorn hat.