Cyprien Sarrazin Comeback: Dieser Termin ist entscheidend
Cyprien Sarrazin arbeitet weiter an seiner Rückkehr in den Ski-Weltcup. Fast zwei Jahre nach seinem schweren Trainingssturz in Bormio hat der zweifache Kitzbühel-Sieger nun einen konkreten Fahrplan genannt. Ende November will der Franzose in Copper Mountain wieder Trainingsläufe absolvieren. Danach soll entschieden werden, ob bereits ein Renneinsatz möglich ist.
Comeback-Plan für Ende November
Sarrazin will Ende November in den USA den nächsten großen Schritt machen. In Copper Mountain stehen Trainingsläufe auf dem Programm. Erst danach will der 31-Jährige gemeinsam mit seinem Team entscheiden, ob er sofort wieder Rennen bestreiten kann.
„Wir werden Ende November in Copper Mountain die Trainingsläufe absolvieren und danach sehen wir weiter. Entweder gehe ich an den Start oder ich muss noch ein bisschen Geduld haben“, erklärte Sarrazin gegenüber Eurosport.
Der Franzose betonte zugleich, dass er sich sportlich keineswegs abgeschlagen fühle. Die Rückkehr soll dennoch ohne unnötiges Risiko erfolgen.
Schwerer Sturz in Bormio
Am 27. Dezember 2024 war Sarrazin beim Abfahrtstraining in Bormio schwer gestürzt. Er schlug mit Kopf und Rücken auf der harten Piste auf, rutschte anschließend regungslos weiter und durchbrach ein Sicherheitsnetz.
Bei dem Unfall erlitt er eine Gehirnblutung und musste notoperiert werden. Sarrazin lag mehrere Tage im Koma. Später schilderte er selbst die Schwere des Eingriffs: „Sie haben mir die Hälfte meiner Schädeldecke abgenommen.“
Der Unfall bedeutete eine lange Pause vom Rennsport und einen schwierigen Weg zurück.
Reha verläuft schneller als erwartet
Mittlerweile hat sich Sarrazin weitgehend erholt. Probleme bereiten ihm nach eigenen Angaben noch die Knie. Ein Trainingslager in Argentinien verlief zuletzt allerdings vielversprechend.
„Wir haben mit den Trainern Bilanz gezogen und können sagen, dass es schneller ging, als wir uns vorstellen konnten“, sagte der Franzose.
Trotzdem will er keine Etappen überspringen. Entscheidend sei, weiter konsequent zu arbeiten und erst dann in den Weltcup zurückzukehren, wenn der Körper wirklich bereit ist.
Besondere Verbindung zu Kitzbühel
Emotional besonders aufgeladen ist für Sarrazin das Thema Kitzbühel. 2024 gewann er dort beide Abfahrten und feierte damit zwei der größten Erfolge seiner Karriere.
Im Jahr nach seinem schweren Unfall stand er dort nur am Pistenrand. Damals habe er sich gefragt, ob er jemals wieder selbst auf der Streif starten könne. Der Gedanke, dass dies vielleicht nicht mehr möglich sein könnte, habe ihm Angst gemacht.