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Nach einer Frage zur internationalen Konkurrenz beendet Fischer das Interview.
Nach Spielende: Kapitän Manfred Fischer widerspricht ORF-Reporter Martin Lang mehrfach.
Nach Spielende: Kapitän Manfred Fischer widerspricht ORF-Reporter Martin Lang mehrfach.
APA-Images / APA / MAX SLOVENCIK

Austria-Kapitän reicht’s: „Kennst du unsere Situation?“

28.08.2026 um 08:22, Yunus Emre Kurt
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Nach dem Europacup-Aus gegen Braga platzt Manfred Fischer im ORF-Interview der Kragen. Eine Frage bringt den Austria-Kapitän endgültig auf die Palme.

Das Europacup-Aus der Wiener Austria hat am Donnerstagabend für reichlich Frust gesorgt. Nach dem 0:0 gegen Sporting Braga und dem damit verbundenen Ausscheiden stellte sich Kapitän Manfred Fischer den Fragen des ORF. Doch das Gespräch entwickelte sich zunehmend angespannt. Bei der letzten Frage platzte dem 30-Jährigen schließlich der Kragen, Fischer konterte kurz und brach das Interview anschließend ab.

Austria scheidet gegen Braga aus

Die Ausgangslage vor dem Rückspiel war für die Wiener bereits schwierig. Nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel musste die Austria gegen den portugiesischen Favoriten mindestens zwei Treffer aufholen.

Vor heimischem Publikum zeigten die Violetten eine engagierte Leistung, brachten den Ball allerdings nicht im Tor unter. Am Ende blieb es beim 0:0. Damit verabschiedete sich die Austria mit einem Gesamtscore von 0:2 aus dem internationalen Bewerb.

Zusätzliche Sorgen bereitete Reinhold Ranftl. Der Rechtsverteidiger musste nach einem Zweikampf verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Wie schwer es ihn erwischt hat, war unmittelbar nach der Partie noch offen.

Schon erste Frage sorgt für Widerspruch

Nach dem Schlusspfiff stellte sich Kapitän Manfred Fischer dem ORF-Interview. Schon bei der ersten Frage wurde deutlich, dass sich Fischer mit der Einschätzung seines Gesprächspartners nicht anfreunden konnte.

Als ORF-Reporter Martin Lang von einer unterlegenen Austria sprach, widersprach der Mittelfeldspieler. Fischer sah seine Mannschaft über weite Strecken keineswegs klar schwächer als Braga. Vorwerfen müsse man sich vielmehr, die eigenen Möglichkeiten nicht in Tore umgemünzt zu haben.

Die Stimmung im Interview blieb angespannt. Besonders deutlich wurde das bei einer weiteren Frage nach der derzeitigen Form der Wiener.

Fischer wehrt sich gegen Form-Frage

Fischer wollte nicht akzeptieren, dass das Europacup-Aus nun zwangsläufig negative Auswirkungen auf die kommenden Aufgaben haben müsse. Mit Blick auf das nächste Bundesliga-Spiel gegen Salzburg stellte er klar, dass die Austria keineswegs mit gesenkten Köpfen antreten werde.

Die Mannschaft werde auch dort einen klaren Plan verfolgen und versuchen, Salzburg weh zu tun. Fischer verwies darauf, dass die Wiener in dieser Saison bereits gezeigt hätten, zu welchen Leistungen sie imstande seien.

Trotz des Ausscheidens war der Kapitän mit der Vorstellung gegen Braga grundsätzlich zufrieden. Das Resultat sei enttäuschend, die Leistung selbst gebe aber keinen Anlass, alles infrage zu stellen.

Dann bricht Fischer das Interview ab

Die entscheidende Szene folgte bei der letzten Frage. ORF-Reporter Lang verwies darauf, dass der LASK in der Champions League und Salzburg sowie Sturm international vertreten seien, während die Wiener Klubs den Sprung in die Ligaphase verpasst hätten.

Fischer reagierte darauf mit einer Gegenfrage: „Kennst du unsere wirtschaftliche Situation?“ Als der Reporter darauf nicht konkret einging, legte der Austria-Kapitän nach: „Na dann brauch‘ ich nichts mehr dazu zu sagen.“ Anschließend verließ er den Interviewbereich.

Die Szene verbreitete sich kurz darauf in sozialen Netzwerken und sorgte für zahlreiche Reaktionen. Der Frust des Kapitäns war nach dem bitteren Europacup-Aus jedenfalls deutlich sichtbar.

Für die Austria bleibt nun nur noch der nationale Bewerb. Bereits beim nächsten Auftritt gegen Salzburg bietet sich die Chance, auf die Enttäuschung gegen Braga sportlich zu reagieren.

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