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Kabarettist Stefan Haider und seine Tochter Mirjam zu Gast bei Claudia Stöckl in „Frühstück bei mir“ auf Ö3.
Kabarettist Stefan Haider und seine Tochter Mirjam zu Gast bei Claudia Stöckl in „Frühstück bei mir“ auf Ö3.
Kabarettist Stefan Haider und seine Tochter Mirjam zu Gast bei Claudia Stöckl in „Frühstück bei mir“ auf Ö3.
Hitradio Ö3/Norbert Ivanek

Stefan Haider: Tochter wurde 80 Minuten lang reanimiert

04.10.2026 um 09:37, Simone Reitmeier
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Stefan Haider spricht bei Ö3 über den Herzstillstand seiner Tochter Mirjam, 80 Minuten Reanimation und die Transplantation, die ihr das Leben rettete.

Ein Anruf aus dem Wiener AKH hat das Leben von Kabarettist Stefan Haider im September 2025 von einer Sekunde auf die andere verändert. Seine damals 30 Jahre alte Tochter Mirjam hatte völlig überraschend einen Herzstillstand erlitten. 80 Minuten lang kämpften Ärzte und Rettungskräfte um ihr Leben. Im Ö3-„Frühstück bei mir“ bei Claudia Stöckl sind heute beide zu Gast und schildern anlässlich des Weltherztages die dramatischen Stunden.

„Sie müssen mit dem Schlimmsten rechnen“

„Ich bin im Büro gesessen, das Telefon hat geläutet, das AKH war dran“, erinnert sich Haider im Gespräch mit Claudia Stöckl in der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“. Am Telefon habe man ihm mitgeteilt, dass seine Tochter in der Nacht mit einem Herzstillstand eingeliefert worden sei. Die Ärzte hätten ihn aufgefordert, schnell ins Krankenhaus zu kommen. „Sie müssen mit dem Schlimmsten rechnen“, lautete die erschütternde Nachricht. Für den Kabarettisten und Religionslehrer brach eine Welt zusammen. „Da wird plötzlich alles finster und schwarz, das Leben auf den Kopf gestellt und man hat keine Ahnung, wie es weitergehen soll.“

80 Minuten lange Reanimation

Insgesamt 80 Minuten wurde Mirjam Haider reanimiert, bevor ihr Herz wieder zu schlagen begann. Anschließend wurde sie an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen und in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Die Situation war äußerst kritisch. „Wir wurden schon darauf vorbereitet, uns verabschieden zu müssen“, erzählt Stefan Haider in „Frühstück bei mir“. Halt fand er in dieser Zeit auch in seinem Glauben, er habe auf der Intensivstation den Rosenkranz gebetet. Auch Verwandte und Menschen aus seiner Pfarre hätten für Mirjam gebetet. „Die Hoffnung war immer da.“ Nach neun Tagen wurde Mirjam aus dem Tiefschlaf geholt, entgegen den schlimmsten Befürchtungen zeigte sie volle Reaktionsfähigkeit. Doch bald stand fest, dass ihr geschädigtes Herz sich nicht mehr erholen würde. Nur eine Herztransplantation konnte ihr Leben retten.

Spenderherz rettet Mirjams Leben

Mirjam hatte Glück, sie hat ein Spenderherz erhalten, das ihr Leben rettete. Mit dem Wissen, dass ihre Rettung mit dem Tod eines anderen Menschen verbunden ist, setzt sie sich intensiv auseinander. „Ich habe immer gewusst, dass mein größtes Glück mit dem schmerzhaften Verlust einer anderen Familie zusammenhängt“, sagt sie. Ihr Verhältnis zu ihrem unbekannten Organspender beschreibt sie heute mit bewegenden Worten: „Es ist unser Herz, und ich darf es weitertragen.“

Unentdeckte Fehlbildung als Ursache

Zu Wort kommt auch Andreas Zuckermann, Leiter des Herztransplantationsprogramms am Wiener AKH, der erklärt, wie es zu dem plötzlichen Zusammenbruch kommen konnte. Bei Mirjam habe eine zuvor unbekannte Fehlbildung des Herzens vorgelegen. Diese habe plötzlich zu einem Verschluss der Gefäße und in weiterer Folge zu einem schweren Herzinfarkt geführt. Das Herz habe sich davon nicht mehr erholt. „Man könnte es eine Laune der Natur nennen“, so Zuckermann. Dass eine junge Frau ohne vorher bekannte Herzerkrankung derart plötzlich in Lebensgefahr gerät, sei nicht vorhersehbar gewesen. 

Stefan und Mirjam Haider sprechen bei „Frühstück bei mir“ außerdem über Dankbarkeit, zweite Chancen und darüber, wie sich ihr Leben seit der Transplantation verändert hat.

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