Spears vs Spears: Die Schwestern im Streit

Der aufwühlende Prozess rund um die Vormundschaft von Britney Spears scheint die gesamte Familie entzweit zu haben. Denn obwohl Jamie Lynn immer ihre Unterstützung für ihre Schwester beteuerte, hat sich diese von ihr abgewandt.
Autor: Teresa Frank, 14.01.2022 um 11:45 Uhr

Wie andere Promis ihren Rosenkrieg in den sozialen Medien ausleben, so scheinen die Spears-Schwestern es mit Familienstreitigkeiten zu machen. Denn nachdem sich Britney nach 13 Jahren durch ein dramatisches Gerichtsverfahren aus der Vormundschaft ihres Vaters befreien konnte, teilte sie nun ordentlich gegen ihre Familie aus. „Ich würde ehrlich gesagt gerne meine Familie verklagen“, so die Sängerin. Ihr Zorn richtet sich auch gegen ihre 10 Jahre jüngere Schwester Jamie Lynn. Dieser wirft sie vor, genau wie ihr Vater von der Vormundschaft profitiert zu haben. Inzwischen folgt Britney ihrer Schwester auch nicht mehr auf Instagram.

Jamie Lynn dementiert Vorwürfe

Nach langem Schweigen präsentiert Jamie Lynn nun ihre Sicht der Dinge: Am Mittwoch sprach sie in einem Interview in der ABC-Show „Good Morning America“ über die zerrüttete Beziehung zu ihrer Schwester. „Ich habe immer nur versucht, zu helfen“, betont Jamie Lynn darin. „Jede Aussage, die das Gegenteil behauptet, ist komplett lächerlich.“ Sie stellt klar, dass sie damals kein Mitspracherecht in der Entscheidung um die Vormundschaft gehabt habe und immer das Richtige getan habe, wenn es um Britney ging. „Meine Schwester hat eine schwierige Zeit durchgemacht, ich war noch ein Kind – und das ist, was alle vergessen, denke ich: Ich war nur ein Kind, das seinen eigenen Mist durchgemacht hat“, erklärt die mittlerweile 30-Jährige. Sie war damals 17 Jahre und brachte noch im selben Jahr ihre eigene Tochter zur Welt.

The Things I Should Have Said

Im Interview spricht Jamie Lynn außerdem über ihre eigenen psychischen Probleme. Auch sie habe unter den dysfunktionalen Familienstrukturen und den Alkoholkonsums ihres Vaters gelitten. Als sie mit 16 Jahren schwanger wurde, wurde sie von der Außenwelt abgeschnitten, um der Familie nicht noch mehr schlechte Publicity zu bringen und das Image der süßen, kleinen Schwester des Pop-Stars nicht zu verlieren. Über diese Erfahrungen schreibt sie außerdem in ihren Memoiren „The Things I Should Have Said“, die am 18. Jänner erscheinen. 

Der Streit geht weiter

Britney lässt der emotionale Auftritt ihrer Schwester offenbar kalt, sie schreitet sogar zum Gegenangriff. „Zu jener Zeit vor 15 Jahren war sie kaum bei mir. Also warum sollte sie darüber sprechen, wenn nicht, um ein Buch auf meine Kosten zu verkaufen?“, schreibt die 40-Jährige auf Twitter. Auch der „Tribute“-Auftritt von Jamie Lynn im Jahr 2017, bei dem sie die größten Hits ihrer Schwester performte, stößt Britney sauer auf. „Ich weiß, es mag für die meisten Leute wie eine dumme Sache klingen, aber ich habe viele meiner Songs selbst geschrieben, meine Schwester war ein Baby. Sie hat nie für etwas arbeiten müssen. Sie hat immer alles bekommen“, wettert Britney. Auf Instagram versucht Jamie Lynn daraufhin erneut, die Situation zu schlichten und betont, dass es in ihrem Buch nicht um Britney gehe. „Ich kann nichts dafür, dass ich auch als Spears geboren wurde und einige meiner Erlebnisse meine Schwester involvieren“, schreibt sie und fügt hinzu "Brit, ich bin immer hier, du weißt, dass ich hinter den Kulissen immer hier war."