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Künstler Josef Luftensteiner bei einer Veranstaltung in Wien
Künstler Josef Luftensteiner ist tot.
Künstler Josef Luftensteiner ist tot.
Starpix/ Alexander TUMA

Volksoper trauert: Kammersänger Josef Luftensteiner ist tot

25.08.2026 um 14:18, Jovana Borojevic
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Künstler Josef Luftensteiner ist tot. Der Kammersänger und das „Herz der Volksoper“ starb mit 68 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.

Künstler- und Theaterwelt trauert um Josef Luftensteiner. Der Kammersänger und langjährige Betriebsrat der Volksoper Wien ist am Montag im Alter von 68 Jahren gestorben. Über Jahrzehnte stand der Künstler nicht nur auf der Bühne, sondern setzte sich auch mit großer Leidenschaft für seine Kollegen ein.

Künstler Josef Luftensteiner stirbt nach schwerer Krankheit

Josef Luftensteiner starb am 24. August 2026 in Wien nach langer, schwerer Krankheit. Die Volksoper Wien zeigte sich nach Bekanntwerden seines Todes zutiefst erschüttert. Luftensteiner war zuletzt Vorsitzender des Betriebsrats der Volksoper sowie Mitglied der Aufsichtsräte der Volksoper und der Bundestheater-Holding.

Mit ihm verliert die österreichische Kulturszene einen Künstler, der sein Leben über Jahrzehnte eng mit den Bundestheatern verbunden hatte.

Vom Sängerknaben zum gefeierten Künstler

Geboren wurde Josef Luftensteiner am 23. Mai 1958 in Wallsee in Niederösterreich. Bereits nach der Volksschule wurde er Mitglied der Wiener Sängerknaben. Später studierte er am Konservatorium in Linz, ehe er 1984 am Grazer Opernhaus engagiert wurde.

Mit nur 28 Jahren holte ihn Eberhard Wächter an die Volksoper Wien, wo er als Figaro in „Der Barbier von Sevilla“ debütierte. Es folgte eine beeindruckende Karriere als Künstler und Kammersänger: In 34 Jahren war Luftensteiner in 45 verschiedenen Rollen und 20 Premieren zu erleben. Bis Ende Oktober 2021 stand er an mehr als 1.450 Abenden auf der Bühne.

Zu seinen bekannten Rollen zählten Papageno in „Die Zauberflöte“, Dr. Falke in „Die Fledermaus“ und Leopold in „Im Weißen Rössl“. Auch international vertrat der österreichische Künstler Josef Luftensteiner die Volksoper, unter anderem bei sechs Gastspielen in Japan.

Künstler war das „Herz der Volksoper“

Doch Josef Luftensteiner war weit mehr als nur Sänger. Seit 2001 engagierte er sich als Betriebsrat der Volksoper Wien und setzte sich für die Anliegen der Mitarbeiter ein. Auch als Gewerkschafter und Aufsichtsratsmitglied kämpfte er für die Menschen auf und hinter der Bühne.

Für die Volksoper Wien war „Lufti“, wie er liebevoll genannt wurde, eine prägende Persönlichkeit. Das Haus bezeichnete ihn nach seinem Tod sogar als „Herz der Volksoper“. Direktorin Lotte de Beer und Geschäftsführer Christoph Ladstätter erklärten: „Wir verlieren mit unserem Lufti einen großen Menschen und lieben Freund.“

Auch Kulturminister Andreas Babler würdigte den verstorbenen Künstler Josef Luftensteiner als „echtes Urgestein unserer Bundestheater“ und erinnerte an dessen unermüdlichen Einsatz für seine Kollegen.

Ehefrau Martina Dorak war an seiner Seite

Besonders schwere Stunden sind es für Luftensteiners Ehefrau, Kammersängerin Martina Dorak. In ihrem Nachruf richtete die Volksoper Wien ihre Gedanken ausdrücklich an seine Familie und besonders an Dorak.

Lotte de Beer und Christoph Ladstätter betonten, Josef Luftensteiner habe seine Frau „über alles“ geliebt. Martina Dorak sei stets an seiner Seite gewesen und habe ihn mit Hingabe unterstützt. Mit Josef Luftensteiner verliert sie ihren Ehemann, die Volksoper Wien einen ihrer langjährigsten Wegbegleiter.

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