Sorge um Haftbefehl: Familie sagt Konzerte ab
Große Sorge um Deutschrap-Star Haftbefehl: Der 40-jährige Rapper, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, hat mehrere geplante Konzerte abgesagt. Seine Familie teilte über soziale Netzwerke mit, dass er derzeit unter ärztlicher Betreuung stehe und sich vollständig auf seine Gesundheit konzentrieren müsse.
Mehrere Konzerte abgesagt
Die Entscheidung wurde am Sonntagabend öffentlich. Haftbefehls Bruder Cem Anhan, selbst als Rapper Capo bekannt, wandte sich über den Instagram-Account seines Bruders an die Fans.
Die Familie habe gemeinsam mit Haftbefehl beschlossen, die bevorstehenden Auftritte abzusagen. Unter anderem sollten Konzerte in Düsseldorf und Berlin stattfinden. Diese Termine können nun nicht wie geplant über die Bühne gehen.
Capo erklärte, man wisse, dass viele Fans enttäuscht seien. Gleichzeitig bat er darum, die Entscheidung zu respektieren und Haftbefehl die notwendige Zeit zu geben.
Berichte über schweren Rückschlag
Über den genauen Gesundheitszustand des Musikers gibt es bislang nur begrenzte bestätigte Informationen. Die Familie teilte mit, dass Haftbefehl unter ärztlicher Aufsicht stehe und sich derzeit nicht selbst öffentlich äußern könne.
Die „Bild“-Zeitung berichtet unter Berufung auf eigene Informationen von einem schweren Drogenrückfall. Demnach soll der Rapper zeitweise auf einer Intensivstation in einer Schweizer Klinik behandelt und in ein künstliches Koma versetzt worden sein.
Unbestätigten Berichten zufolge soll Kokain eine Rolle gespielt haben. Diese konkreten Angaben wurden von der Familie bislang nicht öffentlich bestätigt.
Laut einem Sprecher der Familie soll Haftbefehl mittlerweile außer Lebensgefahr sein und sich auf dem Weg der Besserung befinden.
Familie bittet um Zeit und Ruhe
In der Botschaft der Familie steht vor allem Haftbefehls Erholung im Mittelpunkt. Sein Bruder erklärte, dass sich der Musiker nun vollständig auf seine Gesundheit konzentrieren müsse.
Die Absage der Konzerte folgt nur wenige Wochen nach einem Live-Comeback in Frankfurt. Dort war Haftbefehl Ende September auf die Bühne zurückgekehrt. Der angekündigte Auftritt fiel deutlich kürzer aus als ursprünglich geplant und wurde von mehreren Gast-Rappern begleitet.
Haftbefehls lange Geschichte mit Suchtproblemen
Haftbefehl wurde 1985 in Offenbach am Main geboren und zählt zu den prägendsten Künstlern des deutschen Straßenraps. Songs wie „Chabos wissen wer der Babo ist“ und das Album „Russisch Roulette“ machten ihn weit über die Rap-Szene hinaus bekannt.
Gleichzeitig sprach der Künstler in der Vergangenheit offen über seine Drogenprobleme. Auch die Ende 2025 erschienene Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ setzte sich ausführlich mit seiner Sucht und deren Folgen auseinander.