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Berlinale-Chefin wird nach Skandal-Foto abgelöst/Berlinale-Chefin Tuttle bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin vor rotem Berlinale-Hintergrund
Berlinale-Chefin Tricia Tuttle soll nach einem Foto abgelöst werden.
Berlinale-Chefin Tricia Tuttle soll nach einem Foto abgelöst werden.
APA-Images / Action Press / Frederic Kern

Filmfestspiele Berlin: Berlinale-Chefin Tuttle soll abgelöst werden

25.02.2026 um 13:44, Jovana Borojevic
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Bei den Filmfestspielen Berlin gerät Berlinale-Chefin Tuttle nach umstrittenen Fotos unter Druck. Personelle Konsequenzen stehen im Raum.

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Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin überschlagen sich die Ereignisse. Berlinale-Chefin Tuttle steht offenbar vor der Abberufung. Wie mehrere deutsche Medien berichten hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eine außerordentliche Sitzung der zuständigen Gremien einberufen. Im Mittelpunkt steht die Zukunft der Berlinale-Chefin und mögliche personelle Konsequenzen für die Leitung der Filmfestspiele Berlin. Hinter den Kulissen ist von wachsendem politischen Druck die Rede. Für das traditionsreiche Festival könnte diese Entwicklung weit über eine reine Personalentscheidung hinausgehen. 

Kritik an Berlinale-Chefin Tuttle: Fotos mit Palästina-Flagge

Auslöser der Debatte sind Bilder, die Berlinale-Chefin Tricia Tuttle gemeinsam mit der Crew des Films „Chronicles From the Siege“ zeigen. Auf den Aufnahmen sind palästinensische Flaggen und Pali-Tücher zu sehen. Für viele gelten diese Symbole als Zeichen der Solidarität mit der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Israel-Unterstützer bewerten die Darstellung als antisemitisches Zeichen. Die Fotos von Berlinale-Chefin Tuttle haben eine bundesweite Kontroverse ausgelöst. Die Diskussion betrifft nicht nur die Person Tuttle, sondern auch die politische Rolle der Filmfestspiele Berlin als internationale Kulturplattform.

Humanitäre Lage in Gaza verschärft Debatte bei den Filmfestspielen Berlin

Die angespannte humanitäre Situation im Gazastreifen mit zehntausenden Toten, vielen verletzten Zivilisten sowie massiven Zerstörungen bildet den Hintergrund der Kontroverse. Berichte internationaler Organisationen über hohe Opferzahlen unter Frauen und Kindern verstärken die Sensibilität rund um politische Aussagen bei den Filmfestspielen Berlin.

Filmfestspiele Berlin: Preisverleihung sorgt für weitere Brisanz

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Abend durch die Preisverleihung bei den Filmfestspielen Berlin. Der Film „Chronicles From the Siege“ von Abdallah Alkhatib wurde als bester Erstlingsfilm ausgezeichnet. In seiner Dankesrede übte der Regisseur deutliche Kritik an der deutschen Bundesregierung und den politischen Entscheidungen die bezüglich des Genozids in Gaza getroffen werden. Er sprach von einer deutschen Mitverantwortung im Gazastreifen. Mit einer palästinensischen Flagge in der Hand forderte er ein freies Palästina. Seine Worte führten im Saal zu gemischten Reaktionen, von Applaus bis zu hörbarem Widerspruch. Der deutsche Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat während der Rede den Saal verlassen.

Antisemitismus-Vorwürfe bei den Filmfestspielen Berlin

Der deutsche Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sprach im Zusammenhang mit den Vorfällen bei den Filmfestspielen Berlin von einem „Antisemitismus-Skandal“. Damit bezieht er sich sowohl auf die Rede des Regisseurs als auch die Fotos mit Berlinale-Chefin Tuttle. 

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