„The Romantic“: Bruno Mars meldet sich solo zurück
Mit „The Romantic“ meldet sich Bruno Mars nach zehn Jahren mit einer neuen Solo-Platte zurück. Das vierte Studioalbum des Hawaiianers erscheint am 27. Februar und markiert seine Rückkehr als eigenständiger Popstar, nachdem er zuletzt vor allem mit Projekten wie Silk Sonic aktiv war. Schon vor dem Release sorgt die Single „I Just Might“ für globalen Rückenwind: Der Discopop-Hit steht aktuell auf Platz eins der US-Charts.
Comeback mit „The Romantic“
Mit „The Romantic“ meldet sich Bruno Mars nach zehn Jahren mit einer neuen Solo-Platte zurück. Das vierte Studioalbum des Hawaiianers erscheint am 27. Februar und markiert seine Rückkehr als eigenständiger Popstar, nachdem er zuletzt vor allem mit Projekten wie Silk Sonic aktiv war. Schon vor dem Release sorgt die Single „I Just Might“ für globalen Rückenwind: Der Discopop-Hit steht aktuell auf Platz eins der US-Charts.
Vom Kind im Showbetrieb zum Pop-Phänomen
Schon bei seiner Geburt ist Musik allgegenwärtig: Bruno Mars, bürgerlich Peter Eugene Hernandez, kommt 1985 auf Hawaii zur Welt, bei gedimmtem Licht und zu den Kassettenklängen der 60er-Jahre-Doo-Wop-Hymne „Oldies but Goodies“. Sein Vater Peter Hernandez erinnert sich später, es sei „fast wie in einem Nachtklub“ gewesen. Mars wächst in eine Familie hinein, in der Unterhaltung Beruf und Alltag zugleich ist – der Vater Percussionist, die Mutter Hula-Tänzerin, der Onkel ein Elvis-Double.
Mars steht mit vier Jahren als Teil der Familienband „The Love Notes“ auf der Bühne, tritt als Elvis- und später als Michael-Jackson-Imitator auf und beschreibt sich selbst rückblickend als eine Art Früh-Entertainer. Der Künstlername Bruno geht auf den Spitznamen seines Vaters zurück, der an den Wrestler Bruno Sammartino erinnert. Mars selbst erklärt gegenüber „Rap-UP“ seinen Nachnamen so, viele Mädchen hätten gesagt, er sei nicht von dieser Welt, also habe er sich gedacht, er komme wohl vom Mars.
Der Wunsch, eigene Songs zu machen, führt den Multiinstrumentalisten früh aufs Festland der USA. Ein Vertrag beim Label Motown bringt ihm 2004 allerdings nicht den erhofften Durchbruch. Mars arbeitet daraufhin als Songwriter im Hintergrund, schreibt an Flo Ridas Elektropop-Hymne „Right Round“ (2009) und K’naans WM-Song „Wavin’ Flag“ (2010) mit. Der Durchbruch als Solokünstler folgt 2010 mit der Ballade „Just The Way You Are“. Seither überwindet er mit Hits wie „That’s What I Like“, „When I Was Your Man“ und „24K Magic“ Genregrenzen, stürmt 2014 mit Mark Ronson und „Uptown Funk“ weltweit die Charts und veröffentlicht 2019 mit Ed Sheeran und Chris Stapleton die Rocknummer „Blow“.
Heute gilt der 40-Jährige als einer der erfolgreichsten Popmusiker seiner Generation. Er verkauft mehr als 150 Millionen Tonträger, verfügt über eine Stimme über drei Oktaven und landet Multi-Platin-Hits auf bislang drei Solo-Alben, von denen das letzte 2016 erscheint. Hinzu kommen 16 Grammys, darunter vier für das Projekt Silk Sonic an der Seite von Anderson Paak im Jahr 2022. 2016 nennt ihn der Sender BET den „Prince of Pop“. Zwei Auftritte in der Halbzeitshow des Super Bowl runden das Bild einer Karriere ab, die im Kinderkostüm auf familiären Showbühnen beginnt.
Harte Anfänge und familiärer Zusammenhalt
Der heutige Luxus kontrastiert mit den prekären Verhältnissen nach der Trennung seiner Eltern. Mit dem Ende der Ehe zerbricht auch die Familienband „The Love Notes“. Mars lebt zeitweise mit seinem Vater auf engem Raum zwischen der Rücksitzbank eines Autos und einem geschlossenen Vogel-Zoo, zwischenzeitlich sogar ohne Strom. Der Vater setzt mehrere Geschäftsideen und viel Geld in den Sand, die Familie rutscht ab.
Trotzdem beschreibt Bruno Mars diese Zeit weniger als Drama, sondern als Phase des Zusammenhalts. Gegenüber CBS erklärt er, die Familie habe einander gehabt, und es habe sich nie so angefühlt, als wäre es das Ende der Welt. Der familiäre Rückhalt bildet auch rückblickend den Gegenpol zu späteren Stolpersteinen seiner Karriere, etwa der frühen Festnahme wegen Kokain-Besitzes oder hartnäckigen, von einem Casino in Las Vegas dementierten Gerüchten um hohe Spielschulden. Dass Mars heute als disziplinierter Live-Performer und Songschreiber gilt, führt er auch auf die Erfahrung zurück, mit wenig auszukommen, solange Verlässlichkeit innerhalb der Familie besteht.
Welttournee und neue Musik
Vom Kind im Elvis-Kostüm zum globalen Streaming-Act: Bruno Mars verfügt aktuell über 128 Millionen monatliche Hörer auf Spotify und liegt bei der Zahl der von der RIAA mit Diamant ausgezeichneten Songs vorne. Parallel zu „The Romantic“ setzt er auf seine Auftritte als zentrale Stärke. Im April startet seine Welttournee, die ihn erstmals seit 2018 wieder nach Europa bringt. Innerhalb von 24 Stunden setzt er 2,1 Millionen Tickets ab.
Die Europa-Etappe unterstreicht seine anhaltende Präsenz. In Berlin gibt Mars drei Konzerte im Olympiastadion, für die nur noch wenige Restkarten verfügbar sind. Für Fans ist das eine der seltenen Gelegenheiten, den als versierten Entertainer bekannten Multiinstrumentalisten, der seine Musik selbst produziert und zuletzt auch 2025 mit Lady Gaga („Die With A Smile“) sowie Rosé („APT.“) präsent ist, live zu erleben. „The Romantic“ und der Nummer-eins-Hit „I Just Might“ markieren damit eine neue Phase seiner Karriere – zwischen Retro-Soul, Discopop und einer Biografie, die vom Auto bis ins Stadion führt.