Mit 68 Jahren gestorben: Klagenfurt trauert um Bildhauerin
- Klagenfurt trauert um Bella Ban
- Ein Leben für die Kunst
- Werke prägen Klagenfurt bis heute
- Jahrelanger Kampf gegen COPD
- Große Betroffenheit nach ihrem Tod
Die Kärntner Kunstszene hat eine prägende Persönlichkeit verloren. Die Bildhauerin, Installations- und Konzeptkünstlerin Bella Ban ist im 68. Lebensjahr verstorben. Über viele Jahrzehnte hinweg hat sie mit ihren Arbeiten das kulturelle Leben in Klagenfurt mitgestaltet und sich weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht.
Bella Ban, mit bürgerlichem Namen Isabella Ban, war die Halbschwester des Schriftstellers Gert Jonke. Gemeinsam mit ihrem 2004 verstorbenen Ehemann Viktor Rogy gehörte sie zu den bekanntesten Künstlerpersönlichkeiten Kärntens.
Klagenfurt trauert um Bella Ban
Mit dem Tod von Bella Ban verliert Klagenfurt eine Künstlerin, die das kulturelle Leben der Landeshauptstadt über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt hat. Die Stadt würdigte ihr Schaffen und sprach von einer Persönlichkeit, die weit über ihre Werke hinaus Spuren hinterlassen habe.
Kulturreferent Franz Petritz zeigte sich tief betroffen. Bella Ban sei eine Ausnahmeerscheinung gewesen, sowohl als Künstlerin als auch als Mensch. Ihr Verlust hinterlasse eine große Lücke in der Kärntner Kunstlandschaft.
Ein Leben für die Kunst
Geboren wurde Bella Ban 1958 in Klagenfurt. Ihre Kindheit verbrachte sie überwiegend in Ljubljana und Istrien. Nach ihrer Ausbildung bei Professor Wander Bertoni an der Akademie für angewandte Kunst in Wien studierte sie zusätzlich Bühnen- und Filmgestaltung bei Erich Wonder.
Berufliche Stationen führten sie unter anderem nach Berlin sowie an die Frankfurter Oper. Später kehrte sie nach Klagenfurt zurück und entwickelte dort ihr vielfältiges künstlerisches Schaffen kontinuierlich weiter.
Werke prägen Klagenfurt bis heute
Viele Arbeiten der Künstlerin sind bis heute im öffentlichen Raum oder in Sammlungen zu sehen. Bekannt sind unter anderem ihre ausdrucksstarken Skulpturen und Porträtköpfe. Werke von Bella Ban befinden sich unter anderem im Musikhaus sowie in der Sammlung der Stadt Klagenfurt.
Auch die Büste von Kaiser Maximilian, die Robert-Musil-Büste sowie ein Selbstbildnis ihres Ehemannes Viktor Rogy stammen aus ihrer Hand. Gemeinsam mit Rogy betrieb sie zudem das Café OM, das für seine außergewöhnliche Gestaltung ausgezeichnet wurde.
Jahrelanger Kampf gegen COPD
Bereits seit vielen Jahren litt Bella Ban an der chronischen Lungenerkrankung COPD. Die Krankheit zwang sie immer wieder zu längeren Rückzugsphasen und beeinflusste auch ihr künstlerisches Arbeiten.
In einem früheren Interview schilderte sie, dass sie gelernt habe, mit der Erkrankung umzugehen. Die Zeiten des Rückzugs seien für sie nicht nur belastend gewesen, sondern hätten ihr auch Raum für neue Gedanken und kreative Prozesse gegeben.
Große Betroffenheit nach ihrem Tod
Mit Bella Ban verliert Kärnten eine Künstlerin, deren Arbeiten Generationen begleitet haben. Ihr Werk verbindet Bildhauerei, Zeichnung und Konzeptkunst und bleibt ein fester Bestandteil der Kulturlandschaft.
Freunde, Wegbegleiter und Vertreter der Stadt würdigten ihr jahrzehntelanges Engagement für Kunst und Kultur. Ihre Arbeiten werden auch künftig an eine außergewöhnliche Persönlichkeit erinnern, die das kulturelle Gesicht Klagenfurts nachhaltig geprägt hat.