Bärbel Bas trauert um Stieftochter: Schon 2020 starb ihr Ehemann
- Bärbel Bas trauert um ihre Stieftochter
- Ihr Ehemann starb bereits 2020
- Warum das Paar 2015 heiratete
- Acht Monate lang aus der Bahn geworfen
- Jetzt zieht Bärbel Bas die Konsequenzen
Erst verlor sie ihren Ehemann, jetzt musste sie sich auch von ihrer Stieftochter verabschieden. Bärbel Bas (58) hat innerhalb von sechs Jahren zwei schwere Schicksalsschläge erlebt. Am Montag zog die SPD-Politikerin Konsequenzen und gab ihre Spitzenämter auf. Schon nach dem Tod ihres Mannes hatte sie öffentlich darüber gesprochen, wie sehr sie der Verlust aus der Bahn geworfen hatte.
Bärbel Bas trauert um ihre Stieftochter
Am 12. Oktober 2026 gab Bas ihren Rücktritt als SPD-Co-Vorsitzende und deutsche Arbeits- und Sozialministerin bekannt. Auslöser war der Tod ihrer Stieftochter. Laut Stuttgarter Zeitung starb Daniela Ambrosius am 26. September im Alter von 53 Jahren nach schwerer Krankheit. Die Familie macht keine näheren Angaben zur Erkrankung.
„Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten“, erklärt Bas in ihrer persönlichen Rücktrittsmitteilung.
Ihr Ehemann starb bereits 2020
Es ist nicht der erste schwere Verlust im Leben der Politikerin. Bärbel Bas' Ehemann Siegfried Ambrosius starb am 22. September 2020 im Alter von 79 Jahren. Nach einer Rückenoperation hatte er eine Infektion erlitten, an deren Folgen er verstarb.
Bas und Ambrosius waren 15 Jahre lang ein Paar, fünf davon verheiratet. Der frühere SPD-Funktionär war 27 Jahre älter als sie. Kennengelernt hatten sich die beiden über die Politik.
Warum das Paar 2015 heiratete
Ihre Hochzeit hatte auch einen ernsten Hintergrund. Ambrosius litt an Parkinson. Mit der Eheschließung wollten sich beide für mögliche medizinische Notfälle absichern. So sollte Bas im Ernstfall Entscheidungen für ihren Mann treffen können, ohne zuvor zusätzliche Vollmachten organisieren zu müssen.
2015 gaben sie einander das Jawort. Fünf Jahre später starb Ambrosius.
Acht Monate lang aus der Bahn geworfen
Nach dem Tod ihres Mannes kehrte Bas bereits knapp zwei Wochen später in den politischen Alltag zurück. Doch die Trauer begleitete sie weiter. Sie sei damals „acht Monate völlig aus der Bahn“ gewesen.
Wie eng sie sich ihrem verstorbenen Mann weiterhin verbunden fühlt, schilderte Bas auch Jahre später. Seine Jacke hänge noch immer an ihrer Garderobe. Manchmal spreche sie sogar mit ihr, erzählte sie im Podcast „Bembel & Gebabbel“.
Jetzt zieht Bärbel Bas die Konsequenzen
Nach dem Tod ihrer Stieftochter entschied sich Bas diesmal gegen eine rasche Rückkehr in ihre Spitzenfunktionen. Sie könne derzeit nicht die Kraft aufbringen, ihre Regierungs- und Parteiarbeit vollständig auszuüben, so die Politikerin.
Zusätzlich belasteten sie öffentliche Angriffe, die nach ihren Angaben auch aus Reihen des Koalitionspartners kamen.
Ein vollständiger Abschied aus der Politik ist der Rücktritt nicht. Ihr Bundestagsmandat für Duisburg will Bas behalten.