Extravagante Materialien: Akzente im Badezimmer

Natürlich hat auch das klassische Bad mit Porzellanwaschtisch, gefliesten Wänden und Keramikbadewanne einen gewissen Charme. Es gibt aber weit mehr Materialien, die sich fürs Wohlfühlbad eignen, wie Holz, Beton oder Kupfer - auch wenn sie auf den ersten Blick Baduntypisch erscheinen mögen.

Baustoff für die Ewigkeit

Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf einen der ältesten Baustoffe überhaupt: Naturstein. Schier unverwüstbar wurden Natursteine schon vor Jahrtausenden als Baustoff verwendet. Granit als Boden- oder Wandbelag etwa zeichnet sich aus durch extreme Dichte und daher einen hohen Hygienefaktor. Auch wirkt er antibakteriell und verleiht dem Raum eine ruhige Atmosphäre. Allerdings ist er nicht säurebeständig und nimmt Feuchtigkeit auf, weshalb er von Zeit zu Zeit erneut versiegelt werden muss.

Kühle Eleganz

Für den edlen Touch im Bad sorgt Marmor, ob als Boden oder Waschtischauflage, als Dekorelement an der Wand oder in Form einer frei stehenden Badewanne. Aber Achtung: Marmor hat eine kühle Haptik. Das gilt für Marmor ebenso wie für Stein und Klarglas.

Barfuß-Gefühl

Holz hingegen wirkt warm. Auch ist die Rutschgefahr geringer. Und entgegen der landläufigen Meinung ist optimal verarbeitetes Holz sehr wohl für Bäder geeignet. Zwar dehnt es sich bei langanhaltender Wassereinwirkung ausreichende Durchlüftung und Imprägnierung verhindern aber das Aufquillen. Laut wissenschaftlicher Studien haben Holzarten wie Kiefer, Eiche und Lärche sogar eine antibakterielle Wirkung - sie nehmen Bakterien auf und töten sie ab. Holz macht sich im Wohlfühlbad aber nicht nur als Boden- oder Wandbelag gut. Im Trend liegen Holzbadewannen, wobei diese schon lange nichts mehr mit dem guten alten Holzzuber gemein haben. Besonders schlichtes Design lässt die Holzwanne sehr gut wirken.

Effektvoll

Noch etwas ungewöhnlich mutet Beton im Badezimmer an. Doch der Baustoff avanciert dank seiner gestalterischen Freiheiten zum Liebling der Designer und Innenarchitekten. Ob als Waschtisch in Form eines Fossils oder auf Hochglanz poliert an Wänden - Beton besticht durch seine puristische Wirkung.

Edle Ästhetik

Ein anderes Material, das früher vorwiegend in Wohnräumen von Gutbetuchten zu finden war, hat sich hingegen aus den Badezimmern weitgehend verabschiedet: Kupfer. Schade eigentlich, denn lässt sich das edle Metall doch optimal mit Glas und puristischem Design kombinieren - eine Kupferbadewanne ist der absolute Hingucker im Wohlfühlbad. Das Metall vermittelt obendrein Wärme und Wohnlichkeit und hat noch dazu eine antibakterielle Wirkung.

Fugenlos

Absolut im Trend liegen derzeit glatte Oberflächen mit einem geringen Fugenanteil. Die fugenlose Pur-Loft-Oberfläche, eine innovative Material-Neuerscheinung, eignet sich zum Beispiel ideal für das Wohlfühlbad. Die Platten sind nur rund drei Millimeter dick, können problemlos auf alte Beläge aufgebracht werden und zeichnen sich durch ihre Unempfindlichkeit gegen Wasser und Öle sowie ihre einfache Reinigung aus. Ähnlich angenehm zu handhaben ist die porenlose Oberfläche wsp-dekor. Die Platten aus Gelcoat lassen sich millimetergenau zuschneiden und sind daher perfekt für individuelle Dekorelemente geeignet. Und das Beste: Sie sind nicht nur in verschiedenen Farben erhältlich, sondern bieten auch eine Reihe an Spezialeffekten wie Lederoptik mit fühlbarer Maserung oder Fotoprints - vielleicht ein Wasserfall an der Duschwand gefällig?

Glasspiele

Eine Neuheit im Baddesign stellt auch die individuelle Gestaltung mit zweischichtigem Glas dar. Zwischen zwei Glaselemente werden verschiedene Materialien einlaminiert - von Textilien über Pflanzen bis hin zu Münzen oder Bildern ist alles möglich. Bei der Materialwahl ist aber nicht nur der individuelle Geschmack des Bewohners ausschlaggebend, sondern auch Überlegungen zur Funktion und Abnutzung - für ein Familienbad gelten sicher andere Faktoren als für Singles.

Autor: Laura Engelmann , 31.05.2017