Breaking Bad: Was wurde aus den Stars der Kultserie?
Ein Chemielehrer wird zum Drogenboss, sein ehemaliger Schüler zum Komplizen. Aus dieser Geschichte hat Vince Gilligan eine der bekanntesten Fernsehserien der vergangenen Jahrzehnte gemacht. Von 2008 bis 2013 flackerte „Breaking Bad“ in fünf Staffeln über die Bildschirme – massives Suchtpotenzial inklusive. Doch was wurde aus den Schauspielern, die Walter White, Jesse Pinkman und die übrigen Figuren verkörperten? Der Breaking Bad Cast blieb auch nach dem Serienfinale in Hollywood präsent. Einige Darsteller erhielten eigene Serien, andere wechselten ins Kino oder auf die Theaterbühne.
- Bryan Cranston als Walter White: Vom Familienvater zu Heisenberg
- Aaron Paul als Jesse Pinkman: Seine Geschichte ging weiter
- Anna Gunn als Skyler White: Zwei Emmys für eine umstrittene Rolle
- RJ Mitte als Walter White Jr.: Schauspieler und Aktivist
- Dean Norris als Hank Schrader: Der Ermittler aus der Familie
- Betsy Brandt als Marie Schrader: Mehr als Skylers Schwester
- Bob Odenkirk als Saul Goodman: Vom Nebencharakter zum Serienstar
- Giancarlo Esposito als Gustavo Fring: Der Mann mit den zwei Gesichtern
- Jonathan Banks als Mike Ehrmantraut: Der Mann für schwierige Aufträge
- Weitere Stars im Breaking Bad Cast
- Breaking Bad, Better Call Saul und El Camino: Was gehört zusammen?
Bryan Cranston als Walter White: Vom Familienvater zu Heisenberg
Bevor Bryan Cranston Walter White spielte, kannten ihn viele Zuschauer bereits als Hal aus Malcolm mittendrin. In Breaking Bad zog er völlig andere Seiten aus.
Walter White unterrichtete Chemie an einer Highschool in Albuquerque. Nach einer Krebsdiagnose begann er, gemeinsam mit seinem ehemaligen Schüler Jesse Pinkman Methamphetamin herzustellen. Aus dem Lehrer wurde der gefürchtete Drogenproduzent Heisenberg. Für seine Darstellung gewann Cranston vier Emmys als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie.
Nach dem Finale übernahm er die Titelrolle im Film Trumbo und erhielt dafür eine Oscar-Nominierung. In der Justizserie Your Honor spielte er einen Richter, der nach einem tödlichen Unfall seines Sohnes die eigenen Grundsätze über Bord wirft. Auch am Broadway feierte Cranston Erfolge. Für All the Way und Network gewann er jeweils einen Tony Award.
Mit Aaron Paul gründete er außerdem die Mezcal-Marke Dos Hombres. Die beiden ehemaligen Serienpartner blieben auch abseits der Kamera miteinander verbunden.
Aaron Paul als Jesse Pinkman: Seine Geschichte ging weiter
Jesse Pinkman sollte ursprünglich eine deutlich kleinere Rolle spielen. Doch Aaron Paul überzeugte als junger Drogendealer, der zunehmend unter den Entscheidungen seines Partners Walter White litt. Ganz anders als ursprünglich geplant, entwickelte sich die Figur zum zweiten Zentrum der Serie. Paul erhielt für seine Darstellung drei Emmys als bester Nebendarsteller.
Nach Breaking Bad spielte er unter anderem in Need for Speed, The Path und Westworld. In der Animationsserie BoJack Horseman sprach er Todd Chavez.
2019 kehrte er als Jesse Pinkman zurück. Der Netflix-Film El Camino: A Breaking Bad Movie erzählt, wie es für seine Figur unmittelbar nach dem Serienfinale weiterging. Auch in Better Call Saul war Paul später noch einmal zu sehen.
2026 wurde bekannt, dass er zum Cast der dritten Staffel der Videospielverfilmung Fallout gehört.
Anna Gunn als Skyler White: Zwei Emmys für eine umstrittene Rolle
Skyler White bemerkte früh, dass ihr Ehemann etwas verheimlichte. Je tiefer Walter White in seine kriminellen Geschäfte geriet, desto stärker wurde auch sie in seine Lügen hineingezogen. Anna Gunn spielte die Ehefrau zwischen Misstrauen, Angst und dem Versuch, ihre Familie zu schützen. Für diese Rolle gewann sie 2013 und 2014 jeweils einen Emmy.
Skyler White gehörte zu den umstrittensten Figuren der Serie. Viele Zuschauer nahmen ihr übel, dass sie Walter Whites Lügen hinterfragte und sich gegen seine kriminellen Geschäfte stellte. Besonders ihre Affäre mit Ted Beneke sorgte für Kritik. Der Hass traf schließlich auch Schauspielerin Anna Gunn persönlich. Sie erhielt Beleidigungen und Morddrohungen und machte die Anfeindungen 2013 in einem Gastbeitrag für die New York Times öffentlich.
Nach dem Serienende spielte sie unter anderem in Gracepoint, Shades of Blue und der Apple-TV-Serie Sugar. Im September 2025 schlüpfte sie für einen Werbespot erneut in die Rolle der Skyler White.
RJ Mitte als Walter White Jr.: Schauspieler und Aktivist
Walter White Jr., der auch Flynn genannt wurde, war der Sohn von Walter und Skyler White. Gespielt wurde er von RJ Mitte, der wie seine Serienfigur mit Zerebralparese lebte. Mitte war erst ein Teenager, als er die Rolle bekam. Über fünf Staffeln hinweg spielte er den Sohn, der zunächst zu seinem Vater aufsah und sich später gegen dessen Verhalten stellte.
Nach Breaking Bad war Mitte unter anderem in Switched at Birth und The Guardians of Justice zu sehen. Neben seiner Schauspielkarriere setzte er sich für Menschen mit Behinderungen ein. Er unterstützte Organisationen wie United Cerebral Palsy und Shriners Children’s und engagierte sich für mehr Inklusion in der Filmbranche.
Am 12. Oktober 2026 starb RJ Mitte im Alter von 34 Jahren in Brownsville, Texas. Sein Tod löste zahlreiche Reaktionen früherer Kollegen aus. Bryan Cranston erinnerte öffentlich an den jungen Schauspieler, den er während der Dreharbeiten hatte aufwachsen sehen.
Dean Norris als Hank Schrader: Der Ermittler aus der Familie
Hank Schrader arbeitete für die US-Drogenbehörde DEA und war Walters Schwager. Dean Norris spielte ihn als selbstbewussten Ermittler, der zunächst keine Ahnung hatte, wem er bei Familienfeiern gegenübersaß.
Hank sorgte in den frühen Staffeln immer wieder für komische Momente. Später rückte seine Suche nach Heisenberg ins Zentrum der Handlung.
Nach Breaking Bad übernahm Norris eine Hauptrolle in der Stephen-King-Verfilmung Under the Dome. Weitere Auftritte folgten in Claws, Scandal und dem Film Unfrosted. Auch in Better Call Saul kehrte er kurz als Hank Schrader zurück.
Betsy Brandt als Marie Schrader: Mehr als Skylers Schwester
Marie Schrader, die Schwester von Skyler White, war mit DEA-Ermittler Hank verheiratet. Betsy Brandt legte die Rolle als direkte, bisweilen aufdringliche Frau an, die sich konstant in das Leben ihrer Schwester einmischte.
Ihre Vorliebe für violette Kleidung wurde zu einem auffälligen Merkmal der Figur. Hinter Maries scharfen Bemerkungen steckte jedoch eine Frau, die ihre Familie trotz aller Konflikte zusammenhalten wollte.
Nach dem Serienende spielte Brandt unter anderem in der Sitcom Life in Pieces und der Serie Saint X. Im Finale von Better Call Saul trat sie erneut als Marie Schrader auf.
Bob Odenkirk als Saul Goodman: Vom Nebencharakter zum Serienstar
Mit seinem auffälligen Auftreten und seinen fragwürdigen Methoden avancierte Anwalt Saul Goodman schnell zum Publikumsliebling. Bob Odenkirk spielte ihn als Mann, der für nahezu jedes juristische Problem einen Ausweg fand.
Die Figur war so erfolgreich, dass sie eine eigene Serie erhielt. „Better Call Saul“ erzählt die Vorgeschichte des Anwalts, der ursprünglich Jimmy McGill hieß. Von 2015 bis 2022 lief die Serie über sechs Staffeln.
Odenkirk zeigte darin eine deutlich verletzlichere Seite seiner Figur. Daneben übernahm er die Hauptrolle im Actionfilm Nobody und spielte in der Serie Lucky Hank. 2025 war er außerdem im Film Nobody 2 zu sehen.
Giancarlo Esposito als Gustavo Fring: Der Mann mit den zwei Gesichtern
Nach außen führte Gustavo Fring die Fast-Food-Kette Los Pollos Hermanos. Hinter der freundlichen Fassade betrieb er ein mächtiges Drogengeschäft. Giancarlo Esposito machte den zurückhaltenden Unternehmer zu einem der gefährlichsten Gegenspieler von Walter White.
Esposito kehrte in Better Call Saul als Gus Fring zurück. Danach war er unter anderem als Moff Gideon in The Mandalorian und als Stan Edgar in The Boys zu sehen. Auch in The Gentlemen und Captain America: Brave New World übernahm er Rollen.
Jonathan Banks als Mike Ehrmantraut: Der Mann für schwierige Aufträge
Mike Ehrmantraut sprach wenig und erledigte seine Arbeit gründlich. Jonathan Banks spielte den ehemaligen Polizisten, der zunächst als Problemlöser für Saul Goodman und später für Gustavo Fring arbeitete.
Mike wurde zu einer der beliebtesten Nebenfiguren der Serie. Seine Vergangenheit erhielt in „Better Call Saul“ deutlich mehr Raum. Dort erfuhren die Zuschauer, wie er nach Albuquerque kam und in die kriminellen Geschäfte geriet.
Banks hatte schon vor „Breaking Bad“ eine lange Karriere hinter sich. In den 1980er-Jahren spielte er in der Krimiserie Wiseguy. Später war er unter anderem in Community und Constellation zu sehen.
Weitere Stars im Breaking Bad Cast
Auch mehrere Schauspieler mit kleineren Rollen wurden später international bekannt.
Jesse Plemons spielte Todd Alquist, einen jungen Mann mit erschreckend wenig Skrupeln. Danach war er unter anderem in „Fargo“, „The Power of the Dog“ und „Killers of the Flower Moon“ zu sehen.
Krysten Ritter verkörperte Jesse Pinkmans Freundin Jane Margolis. Später wurde sie durch ihre Hauptrolle in der Marvel-Serie „Jessica Jones“ bekannt.
Laura Fraser spielte Lydia Rodarte-Quayle, die über ihre geschäftlichen Kontakte eine wichtige Rolle im Drogenhandel einnahm. Sie trat später auch in „Better Call Saul“ auf.
Mark Margolis verkörperte Hector Salamanca, der trotz seiner eingeschränkten Bewegungsfähigkeit eine bedrohliche Präsenz hatte. Er kehrte für „Better Call Saul“ zurück. Der Schauspieler starb 2023 im Alter von 83 Jahren.
Breaking Bad, Better Call Saul und El Camino: Was gehört zusammen?
Breaking Bad: Serien, Staffeln und Film im Überblick
Die Originalserie „Breaking Bad“ umfasst 62 Folgen in fünf Staffeln und lief von 2008 bis 2013. Ihre Geschichte beginnt mit Walter Whites Krebsdiagnose und verfolgt seinen Weg in die organisierte Kriminalität.
„Better Call Saul“ spielt größtenteils vor den Ereignissen von „Breaking Bad“. Im Mittelpunkt steht Jimmy McGill, der später als Saul Goodman bekannt wird. Die Serie umfasst sechs Staffeln und endete 2022.
Der Film „El Camino“ erschien 2019 und setzt unmittelbar nach dem Ende von „Breaking Bad“ ein. Er erzählt die Geschichte von Jesse Pinkman weiter.
Damit besteht das Serienuniversum aus zwei abgeschlossenen Fernsehserien und einem Spielfilm. Wer die Geschichte erstmals kennenlernen möchte, kann mit „Breaking Bad“ beginnen und danach „El Camino“ und „Better Call Saul“ ansehen.