Neue alte Heimat für Rapid Wien: Mach’s gut, St. Hanappi!

ine Ära geht in Hütteldorf zu Ende. Die Mannschaft erwies dem alten Zuhause beim Abschiedsspiel Anfang Juli gegen Celtic Glasgow mit einem Remis die letzte, gebührende Ehre. Bis zur Saison 2016/17 soll am selben Ort ein nigel-nagelneues Stadion für bis zu 28.000 Zuseher entstehen. Im Gegensatz zum alten Stadion wird es um 90 Grad gedreht – genauso, wie es Spieler-Legende und Architekt Gerhard Hanappi einst geplant hatte. Für alle, die traurig sind, dass dem großen Nationalspieler nach nur 34 Jahren die Ehre der Namensgebung aberkannt wird, hier die gute Nachricht: Die neue Adresse des Stadions lautet Gerhard-Hanappi-Platz 1.

Eckdaten

40 Logen für VIP-Gäste werden im Allianz ­Stadion zur Verfügung stehen, zusätzlich zwei 80 m2 große Event-Logen. Die Haupttribüne ist nach Westen ausgerichtet, jene der Rapid-Anhänger im Süden. Dafür greift der Verein tief in die Tasche: Der Neubau inklusive des Abrisses des alten Stadions soll 47,5 Millionen Euro kosten. Das neue Stadion wird einrangig und rund 20 Meter hoch. Im Gegensatz zum alten werden die Ecken geschlossen – so können mehr Fans die Spiele verfolgen. Auch die Lärm­belästigung der Anrainer wird dadurch weniger.

Große Momente

Fans und Spieler werden ihr St. Hanappi vermissen. Schöne Erinnerungen wie das legendäre 5:0 gegen Dynamo Dresden 1985 oder das 3:0 gegen PAOK ­Saloniki 2012 machen das Stadion unvergesslich. Die sportlichen Erfolge werden die Hütteldorfer Grün-Weißen auch im neuen Zuhause fortführen. n

15.10.2014