Tech-Blog-Kommentar: Online-Shopping - Pakete unbedingt nachverfolgen!

Dank Lockdown kaufen wir derzeit viel im Internet. Das ist zwar einerseits praktisch, kann aber zum Nervenkrieg ausarten, wenn das Paket verloren geht. Bei der Flut an Paketen derzeit nicht ausgeschlossen. Mein Tipp: Unbedingt nachverfolgen!
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 28.01.2021 um 10:40 Uhr

Na schon einmal mit einer Paketfirma wegen eines verlorenen Pakets gestritten? Wenn ja, dann wisst ihr wie unangenehm und langwierig das sein kann. Derzeit kommt es, aufgrund des Lockdowns in Österreich und Deutschland, zu einer wahren Flut an Paketen die von Post, DHL, DPD, GLS, UPS und Co. bewältigt werden müssen und gleich vorweg: Dieser Job ist hart und schlecht bezahlt und die Zusteller leisten teilweise Übermenschliches. Gerade auch deswegen kommt es manchmal vor, dass Pakete einfach vor die Tür gelegt werden, oder ohne Unterschrift zugestellt werden. Sobald dies aber der Fall ist, wird es rechtlich kompliziert. Normal bräuchte der Zusteller die Unterschrift, oder eine Abstellgenehmigung des Empfängers. Denn nur dann geht das Risiko an den Empfänger über. Stellt es der Zusteller ohne Genehmigung und/oder ohne Unterschrift ab und das Paket wird von einer "netten" Person eingesammelt beginnen die Probleme.

Konkret ist mir das einmal passiert (noch vor Corona). Ich habe eine wertvolle Smartwatch erwartet. Als ich am Abend von der Arbeit heimkam, lag das Paket einfach auf unseren Postkästen im Mehrparteienhaus. Sofort in der App des Herstellers nachgesehen und siehe da: Das Paket wurde als zugestellt markiert und meine Unterschrift wurde als Beweis angegeben. Jetzt hatte ich zwar das Paket glücklicherweise bekommen, aber was wäre gewesen, wenn es weg gewesen wäre? Ich hab nie dafür unterschrieben, im System war es aber so vermerkt. Ich rief bei der Firma an und forderte einen Scan meiner Unterschrift, denn ich konnte beweisen, dass ich nicht dafür unterschrieben habe. Dies wurde mir verwehrt, allerdings wurde beteuert, dass man dem konkreten Paketzusteller besser schulen wird.

Seit diesem Vorfall tracke ich alle meine Pakete. Heißt, ich gebe die Sendungsnummer entweder in der App des Zustellers ein, oder bei einem All-In-One-Tracker im Internet wie 17Track oder Aftership.
Dort kann man die Pakete von A-Z nachverfolgen, einzig die Sendungsnummer und der Zusteller muss ausgewählt werden. Noch praktischer sind teilweise die Apps der Zustellfirmen. Einmal registriert lassen sich Pakete mit einem Klick umverfügen (in einen Paketshop oder eine Abholstation) oder man kann einmalige Abstellgenehmigungen erteilen, wenn man weiß, dass man daheim ist und das Paket nur kurz vor der Wohnungstür stehen wird. Wer in einem Einfamilienhaus wohnt kann auch die Hundehütte oder Garage als sichere Abstellorte eintragen. Erteile ich aber so eine Anstellgenehmigung geht ab dem Moment wo der Zusteller das
Paket ablegt das Risiko auf mich als Empfänger über.

Daher mein Tipp: Wervolle Pakete lasse ich, sofern möglich, in die nächste Abholstation oder Paketshop bringen, denn dann wird es dort sicher aufbewahrt bis ich es abhole. Weniger wertvollen Pakete erteile ich manchmal eine Abstellgenehmigung vor der Wohnungstür, oder im eigenen Briefkasten (wenn möglich, z.B. Smartphonecover und DVD's usw...) wenn ich zuhause im Home-Office bin. Denn sobald die Pakete zugestellt werden, spuckt die App aus, dass es zugestellt ist und ich kann es gleich holen. Das Tracking bedeutet zwar etwas Aufwand, hat aber viel Sinn und kann vor bösen Überraschungen schützen.

Welche Erfahrungen mit Zustellern/Paketdienstleistern habt ihr? Ich freue mich auf euer Feedback unter: l.steinberger@weekend.at

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