Steiermark: Die schiachsten Krampusse und ihre Krampus-Läufe 2015

Die Krampusse sind los! Oder sind es doch die Perchten? Schaurig schön, oder besser „echt schiach“ sind die pelzigen Gestalten auf jeden Fall. In den kommenden Tagen treiben sie vielerorts bei Umzügen ihr Unwesen.
Autor: Johannes Roth, 24.11.2015 um 10:22 Uhr

Der Krampus ist rund um den Krampustag am 5. Dezember anzutreffen. Er ist der böse Begleiter des Heiligen Nikolaus, hat mit diesem und dem christlichen Glauben aber im Grunde gar nichts zu tun. Der Brauch stammt nämlich – wie auch der Perchten-Brauch – aus dem Heidnischen. Die Krampusrute bestand traditionell aus Birkenzweigen, die mit einem roten Band zusammengebunden wurden. So galt die Birke, die schon in den Wintermonaten austreibt, als Symbol des Lebens. Das rote Band symbolisierte das Blut. Bis heute ist der Krampus vor allem für die Kinder ein gruseliges Schreckgespenst: Wer nicht brav war, wird vom Krampus bestraft.
Während der Krampus also eher Anfang Dezember unterwegs ist, haben die Perchten vor allem in den Raunächten vor und nach Weihnachten ihren großen Auftritt. Sie sollen die bösen Geister und die Dunkelheit des Winters austreiben.

Auch wenn die Grenzen heute immer mehr verschwimmen, gibt es genau genommen klare optische Unterscheidungsmerkmale zwischen Krampus und Percht: „Perchten haben ein zotteliges Fell und Masken mit mehreren Hörnerpaaren, die meist von Kühen oder Ziegen stammen.“, erklärt Bernhard Baeumel, Obmann des Krampusvereins Diablos Bastards. „Der Krampus hingegen stellt eine menschliche, teuflische Gestalt dar und trägt nur zwei Hörner.“ Für eine strenge Trennung zwischen Krampus und Percht ist auch Christian Hintsteiner. Mit seinen Altemarkter Wiesberg Krampussen arbeitet er daran, den Krampus-Brauch in der Steiermark traditionell zu pflegen. Damit ist er übrigens nicht alleine: Über 160 steirische Krampusvereine sind auf dem österreichweiten Portal www.krampusmania.at zu finden und sie alle haben im Dezember Hochsaison.