Samsung will mit Foldables auf den Massenmarkt

Generation eins und zwei der Foldables waren beeindruckende Geräte und zeigten, wozu Samsung als Technologieführer möglich ist. Die Verkaufszahlen blieben aber etwas hinter den Erwartungen, das soll sich jetzt mit Generation drei ändern. Besonders beeindruckend ist, dass die beiden Geräte, Fold 3 und Flip 3 die ersten wasserfesten Foldables der Welt mit IPX8-Zertifizierung sind. Außerdem soll der Bildschirm um ein vielfaches resistenter geworden sein und das Flaggschiff Fold 3 lässt sich erstmals mit einem eigenen S-Pen bedienen.

Galazy Z Fold 3 5G

Das neue Flaggschiff der Z-Serie kommt wie gehabt mit zwei Displays. Nun beide mit 120 Hz Bildwiederholrate. Das 6,2-Zoll Außendisplay wird vom 7,6-Zoll großen, faltbaren Innendisplay getoppt. Unter der Haube werkt ein Snapdragon 888 mit 12 GB RAM und 256 oder 512 GB RAM. Die Akkugröße beträgt 4.400 mAh. Geladen wird das Gerät auch Wireless. Das Kamerasetup besteht aus drei 12-Megapixel-Kamera (Haupotkamera), einer Selfiekamera im Außendisplay und ganz neu, einer nahezu unsichtbaren Under-Display-Kamera im Hauptbildschirm.

Erstmals kann das Fold mit einem S-Pen bedient werden. Allerdings ist dafür ein eigener S-Pen erforderlich, der die sensible Displayoberfläche nicht zerstört. S-Pens anderer Geräte sind NICHT mit dem Fold 3 5G kompatibel. Das Fold 3 5G erscheint in drei Farben (Schwarz, Weiß und Grün).

Galaxy Z Flip 5G

Das nagelneue Flip 3 5G erhält ein größeres Außendisplay (1,9 statt 1,1 Zoll) und eine Bildwiederholrate von 120 Hz beim 6,7-Zoll großen Hauptdisplay. Unter klappbaren Hülle versteckt sich ebenso ein Snapdragon 888 mit 8GB RAM und 128 oder 256 GB Speicher. Der Akku bleibt mit 3.300 mAh unverändert, ebenso wie am Papier das Kamerasetup.

Materialwahl und Design wirken in dieser Generation um vieles edler als noch bei den Vorgängern. Außerdem soll das Display um einiges heller geworden sein.

Fazit - zwei spannende Geräte

Ohne die Geräte in der Hand gehabt zu haben bleibt das Fazit zweier interessanter Geräte. Vor allem auch, weil der Preis gefallen ist. Das Fold 3 5G startet dieses Jahr bei 1.799 Euro und damit um rund 250 Euro weniger als der Vorgänger. Einen noch größeren Preissprung nach unten macht das Z Flip 3 5G. UVP ist dieses Jahr 1.049 Euro, also satte 400 Euro unter dem Preis des Vorgängers.

Für etwas Bauchweh sorgt die Kombination aus Snapdragon 888, 120 Hz-Display und den doch gleichgeblieben, bzw. beim Fold 3 5G gesunkenen Akkukapazitäten. Die waren letztes Jahr nicht schlecht, aber nicht auf dem Niveau anderer Flaggschiffe. Und dabei hatte das Flip nur ein 60 Hz-Display und das Z Fold 2 5G nur ein 120-Hz-Display. Klarheit kann hier aber nur ein Test schaffen.

Alles in Allem sind die beiden Foldables wieder sehr sehr spannende Geräte und können den Markt der Foldables aufmischen. Wobei das in Europa eigentlich nicht so schwer ist, denn Samsung ist de facto der einzige Anbieter. Huawei und Xiaomi haben zwar auch Foldables, aber nur in China.

Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 12.08.2021