Online-Shopping: Welche Trends das Einkaufserlebnis attraktiver machen

Laut Statistik Austria bestellen 82 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher mindestens einmal im Monat online. Tendenz weiter steigend. Wie führende Online-Händler auf diese Entwicklung mit innovativen Service-Leistungen reagieren.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 29.11.2022 um 08:42 Uhr

Mit dem Beginn der Pandemie vor knapp drei Jahren hat die Möglichkeit, online zu shoppen, für viele Menschen zusehends an Attraktivität gewonnen. Die Folgewirkungen sind bis heute zu spüren: Allein zwischen April und Juni 2022 kauften knapp 57 Prozent in Österreich online ein. Damit einher geht auch der Trend, Bestellungen verstärkt per Smartphone abzuwickeln und diese per digitaler Brieftasche (Wallets) zu bezahlen.

Neue Entwicklungen im Bereich E-Commerce

Das Online Shopping-Erlebnis so attraktiv und effizient als möglich zu gestalten, treibt daher auch die Betreiberfirmen der rund 14.500 Webshops in Österreich an. Denn die neuesten Angebote – denkt man beispielsweise an Online-Marktforschungssupermärkte - machen das Einkaufserlebnis noch abwechslungsreicher und kundenfreundlicher. Das zeigen auch die folgenden Trends eindrucksvoll.

Frau beim Online Shopping | Credit: iStock.com/AndreyPopov

Voice Commerce: Einkaufen per Sprachbefehl

Mehr als die Hälfte der Abfragen via Google und Co. erfolgen bereits über Spracheingabe. Das wirkt sich in zunehmendem Maße auch auf das Kaufverhalten beim Online-Shopping aus. Noch bieten erst wenige große Unternehmen den Service an, aber der Trend des Voice Commerce schreitet langsam, aber sicher voran. Sprachassistenten sollen die Produktsuche erleichtern und dabei helfen, den Bestellvorgang in kürzerer Zeit zum Abschluss zu bringen. Vor allem, wenn man eine Dienstleistung beansprucht, etwa via Smartphone Mittagessen über einen Lieferservice bestellt oder einen Mietwagen für eine bestimmte Uhrzeit ordert, erweist sich Voice Commerce als hilfreich.

Product Testing Commerce: Einkaufen, Testen und Bewerten

Ob Lebensmittel, Kosmetika oder Haushaltsbedarfsartikel: Wer immer schon einmal Produkte - mitunter noch, bevor sie auf den Markt kommen – exklusiv testen wollte, hat die Möglichkeit, über eine Mitgliedschaft in einem Online-Marktforschungssupermarkt Shopping einmal ganz anders zu erleben. Wer nach getätigtem Kauf die Konsumgüter freiwillig bewertet, sichert sich ein Bonusguthaben für den nächsten Einkauf.

Junger Mann beim Online Shopping | Credit: iStock.com/stefanamer

Social Commerce: Einkaufen via Instagram und Co.

Man sieht ein Produkt auf Instagram, möchte es umgehend bestellen, aber ohne die Website oder App verlassen zu müssen – sprich: den Einkauf in der Umgebung der jeweiligen Social Media-Plattform tätigen. Mit dieser Realität sieht sich der Online-Handel verstärkt konfrontiert – vor allem in der Altersklasse der 20- bis 35-Jährigen. Immer mehr Versandhäuser bieten daher ihre Produkte mit zunehmendem Erfolg bereits via Social Commerce an. Tendenz ganz klar steigend!

Mann bezahlt online mit Kreditkarte | Credit: iStock.com/Poike

Mobile Commerce: Einkaufen und Zahlen via Smartphone

Die Anforderungen an Webshops steigen zusehends: Kundinnen und Kunden wickeln ihre Online-Verkäufe zusehends via Smartphone ab. Dabei beschränken sich immer weniger darauf, Produkte einfach nur zu suchen und im Warenkorb abzulegen, sondern sehen sie sich etwa per Video näher an oder nutzen Augmented Reality-Services. Entsprechend schnelle Download-Geschwindigkeiten im Netz (5G) ebnen im Mobile Commerce der multimedialen Nutzung der Apps führender Online-Händler den Weg. Daran gekoppelt ist auch der Wunsch nach schnellen und gleichzeitig sicheren Zahlungsvorgängen.

Junge Frau beim Online Shopping via Smartphone | Credit: iStock.com/CentralITAlliance

Sustainable Commerce: Einkaufen nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit

Sustainable Commerce ist nicht mehr wegzudenken. Denn das Thema Nachhaltigkeit gewinnt weiter an Bedeutung - auch im Online-Handel. Das betrifft nicht nur die Waren selbst, über deren Produktionsbedingungen sich immer mehr Menschen vor dem Kauf informieren, sondern auch die gesamte Logistik. Kürzestmögliche Transportwege vom Händler bis zur Lieferadresse, recyclebares Verpackungsmaterial, das mit so wenig Plastik als möglich auskommt oder Sammel- statt Einzellieferungen, wie sie der eine oder andere Online-Händler bereits standardisiert anbieten, sind schon lange keine Ausnahme mehr.

Augmented Reality und Virtual Reality im E-Commerce: Einkaufen wie im Geschäft

Make-up oder Kleidungsstücke an sich sehen, um sicherzugehen, dass sie einem auch stehen oder Möbelstücke in der Umgebung der eigenen vier Wände zu begutachten – all das war im Internet bislang nur eingeschränkt möglich. Mit dem Ausbau von Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) im Online-Handel wird dieser Service von immer mehr Webshops angeboten. Fehlkäufe gehören damit weitestgehend der Vergangenheit an. Euphorie löst unter Kundinnen und Kunden auch der Trend zu Virtual Commerce aus – die Möglichkeit, online durch die Regalreihen von Geschäften "zu gehen" und somit so nah als möglich an das stationäre Einkaufserlebnis heranzukommen.