Tech-Blog: Huawei FreeBuds 4 im Test

Bevor ich mit der Review der FreeBuds anfange, sei mir ein kleiner Sidestep bezüglich Namensgebung erlaubt. Es gibt bereits die FreeBuds 4i, also eine abgespeckte Einsteigerversion der neuen Generation und auch die FreeBuds Pro, das Top-Modell und jetzt kommen die FreeBuds 4. Wer also beim Kauf den Überblick verliert, ist nicht gänzlich alleine. Huawei bringt hervorragende Kopfhörer auf den Markt, aber bei der Namensgebung dürfte man gerne optimieren.

Aber genug davon, ab zu den neuen FreeBuds 4. Die sind im klassischen "Zahnbürstl-Design", also zur Erklärung - sie sehen aus wie die Bürstenköpfe elektrischer Zahnbürsten. Als Apple damals mit seinen AirBuds dieses Design prägte, gab es eine Spaltung. Einige fanden es cool, andere meinten das geht gar nicht. Mittlerweile sieht man aber fast keinen Kopf mehr, der ohne diese Zahnbürstl herumrennt, also das Design ist schon mehr als Mainstream. Und es stört auch mich - als anfänglichen Gegner dieser Innovation - nicht mehr. Vor allem auch, weil es inzwischen immer mehr Farbvariationen gibt. Statt dem schnöden Weiß auch Rot, Schwarz oder wie im Fall meines Testgerätes ein edles Silber.

Technik und Sound - sehr gelungen!

Technisch sind die FreeBuds 4 mehr als up-to-date. Bluetooth 5.2, 14,3 mm Treiber, Active-Noise-Cancelling, Wireless-Charging (Ladecase) und und und. Da gibt es nichts, was abgeht. Auch die Akkulaufzeit ist mit bis zu 4 Stunden (ohne ANC) und bis zu 2,5 Stunden (mit ANC) mehr als in Ordnung. Mit dem Ladecase erhöht sich die Laufzeit auf 22, respektive 14 Stunden. Ich musste während meiner Testzeit kein einziges Mal, ob eines versagenden Akkus abbrechen. Auch die Verbindung zum Smartphone ist sehr stabil, es kam zu keinen Abbrüchen. Die FreeBuds 4 versprechen Active-Noise-Cancelling. Dieses hat mich jedoch diesmal weniger überzeugt. Das liegt daran, dass die FreeBuds 4 keine In-Ear-Kopfhörer sind, sondern ins Ohr eingelegt werden (ähnlich den Apple AirBuds). Damit ist es physikalisch einfach unmöglich ein perfektes ANC zu garantieren, da der Gehörgang nicht "abgedichtet" ist wie bei In-Ears. Vor allem in sehr lauten Umgebungen, konnte das ANC nicht mit anderen Geräten mithalten.

Der Sound jedoch ist wieder hervorragend. Die FreeBuds 4i (also die Vorgänger) schwächelten mir hier etwas zu sehr. Die FreeBuds 4 bieten mit dem 14,3 mm großen Treiber sehr guten Sound. Egal welche Quelle ich nutzte, ich war stets zufrieden und auch die Lautstärke war mehr als ausreichend. Telefonie funktioniert auch problemlos. Also bei der Paradedisziplin sind die FreeBuds 4 hervorragende Begleiter.

Fazit - tolle Allrounder!

Die FreeBuds 4 sind für mich wirklich gelunge Allrounder. Guter Sound, gute Ausstattung und schönes Design. Meine neuen Daily-Driver werden sie dennoch nicht! Denn Huawei hat sich selbst wohl die größte Konkurrenz mit den FreeBuds Pro gemacht. Die sind dank In-Ear-Design besser beim Noise-Cancelling und bieten eine nocht etwas bessere Soundqualität. Preislich sind sich FreeBuds Pro und FreeBuds 4 mittlerweile ähnlich, denn der Preis der bereits länger am Markt befindlichen Pro ist mittlerweile auf knapp über 100 Euro gefallen. Die FreeBuds 4 kosten 129 Euro UVP.

Sie sind aber dennoch für alle eine Überlegung wert, die keine In-Ears mögen. Die FreeBuds 4 liegen im Ohr, ohne dass die Stabilität leidet. Zumindest in meinem Test sind sie mir kein einziges Mal herausgefallen. Wer also dieses Tragegefühl lieber mag, ist mit den FreeBuds 4 sehr sehr gut bedient und bekommt hervorragende True-Wireless-Kopfhörer mit Active-Noise-Cancelling zum dennoch günstigen Preis.

Die FreeBuds 4 bekommen von mir 8 von 10 Bewertungspunkte. Sie sind preislich mehr als fair und bieten viel Ausstattung. Da können andere Konkurrenten teilweise nicht mit. Erhältlich sind sie in den Farben Silver Frost (mein Favorit!) und Ceramic White.

Bis zum nächsten Mal!

Mehr Fotos:

Foto: ©Huawei

Hinweis: Das Testgerät wurde mir von Huawei zur Verfügung gestellt. Der Testbericht entsteht unabhängig und wird vor Veröffentlichung nicht an Huawei zur Freigabe gesendet.

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger-Weiß ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben.

Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 11.08.2021