Sommer zu zweit: Romantisches Naturbaden in OÖ

Wer an Naturbaden denkt, dem fällt sofort das Mühlviertel ein. Neben der beliebten Resilacke nahe Kleinzell locken vor allem die Flussläufe in der Region mit abgeschirmten und wildromantischen Badeplätzen. An der Feldaist bei der Kriehmühle und an der Waldaist beim Badeplatz Hohensteg in Tragwein kann man seine Zehen – und auch mehr – im Wasser abkühlen. An der Großen Mühl in Haslach liegt etwa das Freizeitzentrum Kranzling, eine idyllische Halbinsel im Wasserstrom der Großen Mühl.

Im Granithochland stehen der Naturbadesee in Klaffer am Hochficht, die Rosenhofer Teiche in Sandl oder der Rubener Teich neben dem Tanner Moor in Liebenau auf der Liste der naturbelassenen Badeplätze ganz oben. Aber auch das nahe Tschechien hält mit dem Moldaustausee einige Naturparadiese zum Baden parat.

Aber auch das Salzkammergut zieht mit einigen Naturperlen seine Badegäste an. An einigen beliebten Badeseen wie dem Attersee, Grundlsee oder Traunsee stellen die Bundesforste öffentliche Naturbadeplätze zur kostenlosen Verfügung.

Ein solches Juwel ist der sogenannte Roideraufsatz am Mondsee, genauer gesagt nahe dem Roiderweg in Au – am östlichen Zipfel, der nur wenige Kilometer von Unterach am Attersee entfernt liegt. Hier spenden Bäume willkommenen Schatten, das sattgrüne Gras lädt förmlich zum Sonnenbaden ein. Das Wort "Aufsatz" kommt übrigens aus der Forstsprache. Damit bezeichnet man Plätze, an denen das Holz aus dem Wasser geholt und auf Transportfahrzeuge "aufgesetzt" wurde.

Etwas privater haben es Verliebte auch in der Lagune am Traunsee. Abgetrennt vom eigentlichen See lädt der kleine aber feine Teich zum Schwimmen und Erkunden ein. Der perfekte Platz für alle Pärchen, die gerne ein besonderes Ambiente für ihr Bade-Rendezvous genießen wollen. Besonders genießen kann man den prächtigen Ausblick auf die rauen Felsen des Traunstein, der sich am anderen Ufer über den See erhebt

Lauschige Plätzchen finden sich außerdem rund um den Attersee, wie z.B. der Naturbadeplatz Litzlberg bei Seewalchen, der mit seinen hohen Bäumen vor der sengenden Sonne gut schützt. Etwas Besonderes ist auch die Badeinsel im Hallstätter See, die etwa zehn Gehminuten vom Ortszentrum angelegt wurde. Sie entstand in den 1960er-Jahren und wurde später mit Material aus dem Tunnelbau aufgeschüttet. Heute bietet sie - neben einem erfrischenden Bad im See vor allem ein großartiges Panorama auf die umliegenden Bergketten.

Autor: Gerlinde Vierziger, 13.08.2015