OÖ: 5 Tipps für einen romantischen Badeausflug

Der perfekte Badeausflug zu zweit erfordert eine gute Planung. An erster Stelle steht dabei die Wahl des richtigen Badeplatzes. Dieser soll nicht überlaufen sein, denn man will ja nicht ständig 50 Augenpaare auf sich gerichtet wissen. Auch eine zu abgelegene Stelle ist nicht vorteilhaft, denn die Anreise soll ja keine Ewigkeit dauern. Tipp: Ein Buffet in Reichweite zu haben, sollte der Durst allzu groß werden, ist auch kein Fehler.

Im Hochsommer raten wir zu einem Liegeplatz unter Bäumen, denn diese bieten nicht nur kühlenden Schatten, sondern grenzen auch von den anderen Badegästen ab. Schlußendlich will man sich bei einem Date vollends auf den Partner konzentrieren. Wir haben die fünf perfekten Badeplätze für Sie zusammengestellt.

Offensee, Ebensee

Am Fuße des Toten Gebirges lädt dieser Bergsee inmitten eines Naturschutzgebietes zum Baden und Wandern ein. Das Wasser ist auch im Hochsommer glasklar und lädt, ob seiner kühlen Temperaturen, förmlich zum Schwimmen ein. Den wärmenden Sonnenstrahlen gibt man sich am besten auf der Liegewiese am Südufer hin. Diese ist nicht überlaufen und die Jausenstation in der Seeau sorgt für Erfrischungen.

Höllerersee, Haigermoos

Die Wälder im Osten und Westen schützen das Ufer vor Wind und lassen den Moorsee im Frühling schnell warm werden. Die warmen Temperaturen machen den Höllerersee zum perfekten Ziel für einen Badeausflug. Da das Ufer relativ schnell auf eine Tiefe von etwa zehn Meter abfällt, eignet er sich gut zum Schwimmen. Das nördliche Seeufer wurde zum Teil vom Haigermooser Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein gepachtet, so bleibt der Zugang zum See gesichert und die Wiesen werden auch entsprechend gepflegt. Das grüne, kristallklare Wasser ist eine wunderschöne Kulisse für einen Badeausflug. Aber auch die Qualität ist makellos, sie wurde in den letzten Jahren ausnahmslos als „ausgezeichnet“ eingestuft.

Rinnende Mauer, Molln

Eine Erfrischung der besonderen Art kann man sich in der Steyrschlucht auf Höhe des Schlosses Leonstein holen. Auf etwa 50 Meter Länge dringt beständig Wasser aus der porösen Gesteinswand und sorgt auf diese Weise für eine gigantische Naturdusche. Diese steht übrigens seit 1999 unter Naturschutz und ist vermutlich die einzige Traufquelle ihrer Art in Österreich. Auf einen Sprung ins kalte Nass muss man bei diesem Ausflug aber nicht verzichten. Unweit der „Rinnenden Mauer“ laden die Kiesbänke im Steyrfluss zum Sonne tanken und um Planschen ein.

Heratinger See, Eggelsberg

Im Norden des Ibmer Moors, unweit des Moorlehrpfads gelegen, lädt dieser idyllische See förmlich zu einem Bade-Date ein. Die tiefste Stelle in nur sieben Metern erreicht, das macht den Heratinger See zu einem der wärmsten Badeseen überhaupt. Schon im späten Frühling hat das Wasser Badetemperatur erreicht. Am südlichen Ufer des Sees wurde ein Badeplatz eingerichtet, der sogar mit einem Beachvolley-Platz ausgestattet ist. Wer, abseits des Trubels, gemeinsam mit dem Partner die Natur erfühlen will, kann sich auf den Barfußweg rund um den See begeben. Dabei lassen sich mit den Fußsohlen verschiedene Moorböden erspüren - ein Blickfang ist die prachtvolle Moorwiese, auf der im Sommer zahlreiche Orchideen blühen.

Felsenbad Resilacke, Kleinzell

Früher ein Granit-Steinbruch ist die Resilacke heute ein Badesee, der für sein tiefgrünes Wasser bekannt ist. Die dunkle Färbung wird durch die Tiefe des Sees noch unterstützt, bis zu 35 Meter geht es hinunter – daher ist die Resilacke auch bei Tauchern sehr beliebt – eine Genehmigung der Gemeinde ist allerdings erforderlich. Besondere Atmosphäre erhält das Felsenbad durch die schroffen Steinwände die es umgeben - ortskundige Schwimmer springen oft von den Felsen ins Wasser hinunter. Badegästen, die den See nicht bis ins kleinste Detail kennen, ist so ein Stunt nicht anzuraten. Großes Plus: Die zahlreichen Bäume sorgen für kühlen Schatten und bieten die Möglichkeit zum Rückzug.

Autor: Gerlinde Vierziger, 02.06.2015