Treuering mit GPS: Bedenklicher Verlobungsring für Kontrollfreaks

Getreu nach dem Motto "Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser" hat der britische Juwelier Steve Bennet einen

Verlobungsring

mit integriertem GPS entworfen. Dank einem versteckten Blue-Tooth-Chip kann der Träger des Ringes also auf Schritt und Tritt getrackt werden.

Verlobungsring mit GPS als Diebstahlschutz?

"Die Idee kam mir, als ich darüber nachdachtem wie ich Schmuck vor Diebstahl schützen kann", so der Schmuck-Designer im Interview mit der "Daily Mail". Dank eingebauten GPS wäre es auch möglich, Leuten ihren Schmuck zurückzugeben, die ihn aus Versehen verlegt haben.

Prinzipiell keine schlechte Idee: Wenn da nicht der Nebeneffekt wäre, dass der Träger des Rings von seinem Partner 24 Stunden am Tag kontrolliert werden kann. Doch auch darin sieht Bennet einen Vorteil: "Dieser Ring könnte grundloser Eifersucht und erfundenen Untreuevorwürfe den Garaus machen." Die ersten beiden Prototypen seien bereits auf sehr gut angekommen. Angeboten werden die Verlobungsringe mit GPS passenderweise unter dem Namen "fidelty ring" – was so viel bedeutet, wie Ehrlichkeits- oder Treuering. Fragt sich nur, wieviel Kontrolle eine Beziehung tatsächlich verträgt – und ob etwas mehr Vertrauen am Ende des Tages nicht doch besser wäre.

Autor: Elisabeth Spitzer, 15.06.2015