Katze halten trotz Allergie?

Was für die einen eine Wohltat, ist für Allergiker Stress pur: die Anwesenheit von Katzen. Wer sich dennoch nichts sehnlicher wünscht, dem kann zum Glück geholfen werden.
Autor: Lilli Platzer, 04.01.2022 um 06:15 Uhr

Ist ein Zusammenleben mit einer Katze trotz Allergie möglich? Diese Frage treibt viele Menschen, die davon geplagt werden, um. Zumal die Symptome sehr unangenehm sind: tränende Augen, triefende Nase, Hustenreiz, Atembeschwerden und Ausschläge. Medikamente oder eine Hyposensibilisierung (bei dieser Methode wird über einen Zeitraum von einem halben bis zu zwei Jahren eine immer höhere Dosis des Allergens verabreicht mit dem Ziel, die allergischen Reaktionen zu überwinden) helfen, die Beschwerden zu lindern. Unterschätzen sollte man sie auf keinen Fall. Eine nicht behandelte Katzenallergie führt schlimmstenfalls zu Asthma.

Auslöser der Allergie

Ausgelöst werden die allergischen Reaktionen durch das Protein Fel d 1, welches im Speichel und Urin, in den Talgdrüsen sowie der Tränenflüssigkeit jeder Katze - rasse- und altersunabhängig - produziert wird. Da Katzen sehr reinlich sind und sich mehrmals am Tag gründlich putzen, verteilt sich das Protein über das Fell in der gesamten Wohnung - etwa durch Haare, die an Möbeln oder auf Textilien haften bleiben. Selbst, wer keinen körperlichen Kontakt mit der Katze hat, entgeht also den Allergenen nicht. Laut einer Studie sollen Katzen ein geringeres Allergie-Risiko als Kater darstellen – außer, wenn er kastriert wird.

Mann streichelt seine Katze | Credit: iStock.com/Aleksandr Zotov

Maßnahmen gegen Allergie

Egal, ob die Allergie schon immer bestanden hat oder erst zum "Ausbruch" kommt, wenn man bereits länger mit der Katze zusammenlebt: Unabhängig der bereits genannten Medikation oder Immunisierung sind tägliches Lüften und regelmäßiges Händewaschen unerlässlich; die Wohnung regelmäßig zu reinigen und unnötige Staubfänger zu entfernen hilfreich. Bestimmte Futtersorten bewirken mittlerweile, dass die Allergene im Speichel der Katze reduziert werden.

Katze trotz Allergie - ja!

Wichtig ist, nicht zu verzweifeln und sich seinen Katzenwunsch nicht zu versagen. Auch, wenn die Haltung etwas aufwändiger als für Nicht-Allergiker ist, steht einem entspannten Zusammenleben mit einer Mietze grundsätzlich nichts entgegen, wenn man sich im Vorfeld genau informiert und für sich herausgefunden hat, welche medizinischen Hilfsmittel einem helfen, die Symptome so gering als möglich zu halten.

Zur Autorin

Sie lieben Katzen? Dann geht es Ihnen wie "Passion Author" Lilli Platzer, die uns in ihren Anekdoten an ihrem abwechslungsreichen Alltag mit ihrem flauschigen Vierbeiner teilhaben lässt. Und dabei mit ihren Erlebnissen so manchem Katzenbesitzer aus der Seele spricht.