Nachhaltige Food-Trends 2023

Neues Jahr, neue Food-Trends: wir zeigen, auf was kulinarisch in 2023 besonders viel wert gelegt wird. So viel vorweg: bewusstes Leben und Essen stehen dabei hoch im Kurs.
Autor: Pia Kulmesch, 10.01.2023 um 11:47 Uhr

Im Jahr 2023 setzt man auch Nachhaltigkeit! Regionalität, bodenfreundlicher Anbau und ein veganer Lebensstil werden dabei besonders hervorgehoben. Hier die wichtigsten Trends, die in der Lebensmittelindustrie, im Handel, in der Gastronomie und den eigenen vier Wänden umgesetzt werden können.

Schon von "New Glocal" gehört?

Bei diesem Trend wird nicht der günstigere Preis, sondern die regionale Verfügbarkeit zum primären Kriterium, auch, ob Nahrungsmittel importiert oder regional angebaut werden. „New Glocal“ steht also für ein sinnvolles Verhältnis zwischen lokal produzierten und global importierten Lebensmitteln. Mit dieser Bewegung soll auf den ökologischen Fußabdruck der Käufer geachtet werden und es soll zunehmend zu einer Neuausrichtung des Sortiments in Supermärkten kommen. Mittelfristig wird dies dazu führen, dass mehr Getreide als Nahrungs- statt Futtermittel produziert wird. Wo Produzenten und der Handel nach wie vor auf internationale Importe angewiesen sind, wird es künftig mehr Transparenz entlang der Lieferkette sowie gezieltere Kooperationen mit Fair-Trade-Produzenten geben, die auf ökologische und regenerative Produktionsmethoden setzen.

Plantbased

Vegane Ernährung ist bereits seit einigen Jahren in aller Munde. Heuer soll der Trend weiter an Popularität gewinnen. Pflanzliche Alternativen zu Fleisch, Milchprodukten und Eiern finden sich zunehmend in den Regalen der heimischen Supermärkte. In ist, zu „veganisieren“ – das heißt, vegane Alternativen bestimmter Traditionsspeisen zu probieren. Beispielsweise das Chili sin Carne, pflanzlichen Joghurt aus Soja oder Kokosmilch oder „veganen Käse“.

Kichererbsen, Haferflocken, Kokos, Reis, Nüsse

Unverarbeitete Lebensmittel

Das Bewusstsein der Menschen für potenzielle Gesundheitsrisiken in Zusammenhang mit der Ernährung nimmt immer mehr zu. So erkennen Konsumenten, dass verarbeitete und raffinierte Lebensmittel schädlich für die Gesundheit sein können und entscheiden sich stattdessen für natürliche Lebensmittel. Hier kann auch von „Clean Eating“ die Rede sein, was so viel heißt wie „nur unverarbeitete Lebensmittel essen“. Dazu gehört Obst, Gemüse, Reis, Fisch, Fleisch oder Hülsenfrüchte in ihrer natürlichen Form und ohne künstliche Zusatzstoffe. Dieser Food-Trend lässt sich auch in der Beliebtheit von Ernährungsformen wie der Paleo-Diät erkennen, die vollwertige, unverarbeitete Lebensmittel fokussiert und sich an jenen Lebensmitteln orientiert, die bereits in der Steinzeit verfügbar waren. Hier wird beispielsweise auf Milchprodukte und Zucker komplett verzichtet.

"Regenerative Food"

Auch dieser Trend soll dabei helfen, die Weltbevölkerung aus der Klimakrise zu führen. Eine regenerative Lebensmittelerzeugung kann die Treibhausgasemissionen reduzieren. Denn es geht nicht nur um die Gesundheit unserer Körper, sondern auch um jene von den Böden, wo unsere Nahrungsmittel angebaut werden. „Regenerative Food“ ist die Produktion von Lebensmitteln nach Kriterien der regenerativen Landwirtschaft. Das Ziel: weg von synthetischen Düngemitteln – hin zu gesunden Böden. Denn diese tragen zur Wiederherstellung des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs bei und erhöhen die Fähigkeit des Bodens, Kohlenstoff zu binden und dem Klimawandel so entgegen zu wirken. Die Frage, die hier im Mittelpunkt steht, ist also, wie das, was wir essen, produziert wird. Durch Initiativen von Umweltaktivisten wird sich das Konzept des „Regenerative Food“ als Trend wohl weiter durchsetzen. Gut so!

Rote Beete-Saft

Funktionelle Ernährung

Was im neuen Jahr außerdem durch die Decke gehen soll, sind funktionelle Lebensmittel, die speziell entwickelt wurden, um bestimmte gesundheitliche Vorteile zu bieten. Dazu zählen Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Antioxidantien, Probiotika und anderen Nährstoffe, die einen nachweislich gesundheitlichen Nutzen haben.