Melanzani: Fakten über das violette Gemüse

Aubergine, Eierpflanze oder Melanzani: das birnenförmige Gemüse hat viele Namen! Ob gegrillt, gebacken oder gedünstet – gegessen wird es auf unterschiedliche Weise. Warum die Schale nicht weggeschnitten werden sollte, erfährt ihr hier.
Autor: Pia Kulmesch, 27.07.2022 um 11:11 Uhr

Die Melanzani, wie sie hierzulande genannt wird, gehört wie die Tomate oder Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen und hat einen festen Platz in der mediterranen Küche; man denke nur an Ratatouille oder Moussaka. Wirklich aromatisch ist das Gemüse nicht, es kann aber leicht bitter schmecken. Um diesen Geschmack zu lindern, schneidet man die Melanzani zunächst in Scheiben und bestreut diese mit Salz. Wichtig: die Schale sollte nicht entfernt werden. Für den rohen Verzehr ist das schwammige, cremefarbene Fruchtfleisch der Eierpflanze nicht geeignet. Auch der Verzehr von den weißen bis violetten Blüten oder Blättern der Pflanze kann für die menschliche Gesundheit gefährlich sein. Die Mitglieder der Familie der Nachtschattengewächse produzieren nämlich die Substanz Solanin, die als natürliches Pestizid der Pflanze wirkt und giftig ist, wenn sie in großen Mengen konsumiert wird. Ursprünglich kommt die Melanzani aus Indien, sie wird aber heutzutage in vielen europäischen und asiatischen Ländern angebaut – beispielsweise in den Ländern rund um das Mittelmeer.

Gesundheitlicher Wert

Neben Kalzium, Eisen und den Vitaminen B und C enthält der Spezialist der mediterranen Küche auch reichlich Kalium. Er ist eine ausgezeichnete Quelle für Ballast- und Nährstoffe. Da sich die meisten Vitamine und Mineralstoffe in bzw. direkt unter der Schale befinden, sollte diese unbedingt mitgegessen werden. Außerdem regt die Pflanze Galle und Leber an und soll rheumatische Erkrankungen lindern. Sie ist sehr kalorienarm. 100 g enthalten lediglich rund 25 Kalorien – die Melanzani besteht nämlich zu rund 93 Prozent aus Wasser!

Tipps zur Verarbeitung

Eine reife Melanzani erkennt man daran, dass sie zum einen durchgehend violett und schön prall ist, zum anderen das Fruchtfleisch leicht nachgibt, wenn man darauf drückt. Bis zu drei Tage lässt sich das Gemüse an einem kühlen Ort – allerdings nicht im Kühlschrank – lagern.
Dieser Vertreter der Nachtschattengewächse lässt sich wunderbar grillen: einfach in Scheiben schneiden, mit Öl bepinseln, mit Salz und Pfeffer würzen und von beiden Seiten grillen. Dazu passen Knoblauch, Zitronensaft und Kräuter sowie ein erfrischender Joghurt-Dip. Zusammen mit Paprika, Tomaten und Zucchini in Ofen gebacken ergibt das Gemüse ein schmackhaftes Ratatouille. Auch als Füllung für eine leckere vegetarische Lasagne oder Quiche können Melanzani verwendet werden. Nicht zu vergessen: Moussaka! Das köstliche griechische Gericht vereint Kartoffeln, Faschiertes, Tomaten und die Eierpflanze unter einer feinen Käsehaube. Mit cremiger Béchamelsoße wird der Auflauf besonders lecker!