Sonos Move im Test: Tragbarer Sound für fitte Menschen!

Sonos ist bekannt für hervorragende Heimkino-Systeme und Multiroom-Lösungen. Die bisher erhältlichen Geräte waren aber alle stationär. Jetzt gibt es mit dem Move erstmals ein portables Gerät. Wobei: Portabel ist das Teil, aber dafür recht groß und schwer (rund 1,8 Kilo). Trotzdem ist es natürlich ein spannendes Gerät.

Einrichtung und Sound

Ich muss gestehen, es passiert nicht oft – aber ich habe versagt! Ich habe es nicht geschafft, den Move in mein bestehendes Sonos-System per WLAN zu integrieren. Ich habe alles durchprobiert, aber der Move wollte einfach nicht per WLAN ins System. Dafür war es mit Bluetooth am Smartphone umso einfacher. Einfach umschalten, am Smartphone suchen und fertig! Insofern ein Trostpflaster, dass das Bluetooth so schnell ging. Ich war auch etwas gestresst jetzt vor Weihnachten und konnte nicht so oft probieren, deswegen wählte ich die schnelle Lösung mit Bluetooth. Was da dann aber aus dem Move kam hat mich absolut überzeugt. Der Sound ist einfach wahnsinnig gut. Selbst von einer Quelle mit etwas schlechterer Qualität (Amazon Music und Google Play Music) war die Musik am Move eine Ohrenweide. Noch dazu konnte ich die Lautstärke so stark hochdrehen, dass ich mir Sorgen gemacht habe, ob nicht gleich die Nachbarn anklopfen. Egal ob basslastiges von Macklemore oder andere Stücke, der Move kann mit allem wirklich hervorragend umgehen. So schön war portabler Sound selten.

Portabilität und Verarbeitung

Geladen wird der Move über einen Ring. Da wird er einfach draufgestellt und lädt - die Anzeige übernimmt eine LED. Die Verarbeitung ist wieder über alle Maßen hervorragend. Nichts klappert oder knarzt - perfekt. Durch seine Größe ist er aber nicht wirklich portabel. Ja er hat einen Tragegriff, aber er ist wirklich schwer. Insofern wird ein Ausflug zum See mit dem Move nur mit einer dementsprechenden Tasche gelingen – da gibt es bessere und kleinere Lösungen. Naja, und daheim hat man meist ein gutes Soundsystem – im besten Fall in mehreren Räumen. Insofern tu ich mir mit dem Einsatzgebiet des Move etwas schwer. JVielleicht am Balkon zuhause, oder im Urlaub, wenn die 1,8 Kilo mehr im Auto nicht stören. Aber im Flugzeug oder per Zug wird es schwierig. Dazu kommt, dass der Preis mit UVP EUR 399.- auch nicht gerade günstig ist. Portable Lautsprecher gibt es ab 10 Euro – die sind zwar Lichtjahre vom Sound des Move entfernt, aber kleiner und leichter. Der Akku hält laut Herstellerangaben bis zu zehn Stunden – ich habe das Gerät tagelang nicht aufladen müssen, aber auch nicht exzessiv benutzt. Insofern kann ich diese Aussage nicht verifizieren oder falsifizieren.

Fazit – genialer Sound, wenig Portabilität

Der Sonos Move hinterlässt einen etwas bitteren Beigeschmack: Genialer Sonos-Sound, aber für sein Einsazgebiet einfach irgendwie ungeeignet. Für ein paar Wochen Urlaub oder ein paar Monate Balkonien im Jahr ein 400-€-Gerät zu kaufen, muss man sich gut überlegen. Für alle jedoch, die daheim ein portables Gerät für mehrere Räume wollen und noch keine hochwertige Soundanlage besitzen, ist der Move definitiv eine Option – wenn das Budget vorhanden ist. Positiv zu erwähnen ist, dass der Move Amazon Alexa und Apple AirPlay 2 unterstützt und zumindest spritzwassergeschützt ist. Ein kleiner Regenschauer bei der Grillparty ist also kein Todesurteil. Portabel mit Einschränkungen, aber genialer Sound – das gibt von mir 7 von 10 Bewertungspunkten.

Hinweis: Das Testgerät wurde mir von Sonos für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt.

Weekend-Redakteur Lukas Steinberger-Weiß ist ein Technik-Freak sondergleichen. Wobei ihn die Bezeichnung „Nerd“ nicht beleidigt, sondern ehrt. Er saugt alle Neuheiten in sich auf und ist immer am neuesten Stand, liebt Computerspiele, beschäftigt sich ausführlich mit den neuesten Smartphones und den dazugehörigen Gadgets und ist ein Experte für Unterhaltungselektronik. In seinem Blog testet er Spiele, Konsolen, Smartphones, Gadgets und vieles mehr und lässt die Leser an seiner Faszination für die spannende Technik-Welt teilhaben.

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Author: Lukas Steinberger-Weiß , 16.12.2019