Monika Martin im Interview

Am 5. Mai stehen Sie in Innsbruck auf der Bühne. Was verbinden Sie mit Tirol?
Ich vergleiche Tirol gerne mit meinem Heimatbundesland Steiermark. Die Berge sind dort zwar nicht so hoch, aber die Mentalität ist sehr ähnlich. Der Tiroler braucht ebenfalls etwas länger, um warm zu werden, aber wenn dieser einmal aufgetaut ist, dann hält die Freundschaft ein Leben lang. Zudem haben die Tiroler noch echte Handschlagqualitäten. Meine erste Plattenfirma war in Tirol ansässig, im Außerfern. Da konnte man sich immer auf das Wort verlassen, von Anfang an. Und meine Auftritte in Tirol waren auch immer super. Ich freue mich daher schon sehr, wieder in Tirol auf der Bühne zu stehen.

Sie feiern heuer Ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Im Zuge dessen sind Sie nun das erste Mal mit eigener Tour und Band in Österreich unterwegs. Was reizt Sie an diesen Auftritten besonders?
In Deutschland war ich ja schon dreimal mit Solo-Tournee unterwegs, für Österreich ist das nun das erste Mal – und ich freue mich riesig darauf. Mit eigener Band auf der Bühne zu stehen ist wohl das größte Ziel eines jeden Musikers. Wir stehen zu siebt auf der Bühne und singen live – die Songs klingen so ganz anders als auf der CD. Das ist auch für das Publikum eine ganz tolle Erfahrung.

Und was erwartet das Publikum für ein Programm?
Die ganze musikalische Palette! Von meinen ruhigeren Songs bis zu meinen flotteren neuen Songs ist alles dabei. Aber ich verleugne meine Wurzeln nicht: Auch wenn meine beiden neueren CDs flotter sind, mag ich doch Balladen und stille Lieder sehr gerne.

Warum stehen Sie so gerne auf der Bühne?
Ich brauche die Bühne. Live-Konzerte sind für mich der Pfeffer, nur CDs aufzunehmen wäre mir einfach zu steril. Ich bitte auch den Lichttechniker immer, etwas Licht im Publikumsraum zu lassen, weil ich dem Publikum in die Augen schauen will. Ich bin eine Künstlerin zum Anfassen und mag den Kontakt zu den Menschen. Mein Publikum soll mit einem guten Gefühl nach Hause gehen, dafür müssen wir einen gemeinsam Draht finden.

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Autor: Alexandra Nagiller, 13.03.2017