Mutige Kathrine Switzer hat Frauenlauf ermöglicht

1967 hat Kathrine Switzer den Marathonlauf revolutioniert, denn dank einer kleinen Täuschung war es endlich auch Frauen erlaubt, am Marathon teilzunehmen.
Autor: Andreea Iosa, 08.03.2017 um 10:42 Uhr

Vor 50 Jahren nahm die damals 20-jährige Kathrine Switzer als erste Frau mit einer offiziellen Startnummer am damaligen Boston Marathon teil, obwohl dies Frauen zu der Zeit nicht erlaubt war. Die Begründung: Das weibliche Geschlecht sei für Ausdauersport nicht geeignet – zugelassen waren sie demnach nur für Läufe bis 800 Meter. Damit wollte sich Switzer jedoch nicht abfinden und sah sich zu einem kleinen Trick gezwungen.

Presse schützte sie

Sie meldete sich, gemeinsam mit zwei Freunden, mit den Initialen ihrer beiden Vornamen an (K. V.) und schaffte es auf diese Weise, eine Startnummer zu erhalten. Schon nach einigen Meilen versuchte der Rennleiter persönlich, ihr diese wieder vom Körper zu reißen und sie von der Strecke zu drängen, was ihre beiden Begleiter jedoch zu verhindern wussten. Und da sich alles vor Presseleuten abspielte, wurde der Vorfall in Fotos und Filmen festgehalten, ist somit bildhaft dokumentiert. Fünf Jahre später wurden Frauen erstmals beim Boston Marathon zugelassen.

Olympische Spiele und Österreichischer Frauenlauf

1977 überzeugte Katherine Switzer die Kosmetikfirma „AVON“ von ihrem Konzept der Internationalen Frauenlaufserie. Der von 1978 - 1984 ausgetragene Frauenlauf trug wesentlich dazu bei, dass diese Disziplin 1984 erstmals auch bei den Olympischen Spielen zugelassen wurde. Heute geht die 70-jährige Pionierin des Marathons für Frauen im Gedenken daran, was sich seither für Frauen auch auf diesem Gebiet verändert hat, erneut mit der Nummer 261 von damals, an den Start. Der Boston Marathon findet heuer am 17. April statt. So weit müssen Sie jedoch nicht fliegen, um Teil dieses großen Sportereignisses zu sein, denn der 30.

Österreichische Frauenlauf

wird am 21. Mai in Wien vonstattengehen.