Familienfotos zu Weihnachten: Die 4 besten Tipps

Familienfotos zu Weihnachten - mit den folgenden vier Tipps und Tricks kommen auch Amateure zu unvergesslichen Bildern.
Autor: Weekend Online, 24.01.2018 um 11:16 Uhr

Die kürzeren Tage und die frühe Dämmerung stellen Hobbyfotografen vor so manche Schwierigkeiten, wenn es darum geht, auch bei schlechtem Licht Familienbilder zu machen. Bestes Beispiel: Weihnachten. Oftmals sind die Familienfotos aufgrund zu langer Belichtungszeiten verwackelt, es gibt Bewegungsunschärfen der fotografierten Personen, oder aber man benutzt den Blitz nicht richtig und zerstört damit vielleicht eine romantische Lichtstimmung. Heraus kommen zu dunkle, unscharfe oder sogenannte überblitzte Bilder. Mit den folgenden vier Tipps kommt man auch mit einfacherer Ausrüstung zu besseren Ergebnissen.

1. Kamera auf Stativ stellen

Um bei längeren Belichtungszeiten nicht zu verwackeln, kann man die Kamera ganz einfach auf ein Stativ stellen. Bei Bildern von Innenräumen, Landschaften und statischen Aufnahmen eine sehr effektive Variante, um auch die jeweilige Lichtstimmung perfekt einzufangen. Ist kein Stativ zur Hand, reicht es oft, die Kamera wo aufzulegen und den Auslöser zu drücken. Ideal natürlich bei Motiven, auf denen sich nichts bewegt. So entsteht Fotografie wie von Meisterhand.

2. Weitwinkel verwenden

Die meisten Kompaktkameras und auch Smartphones machen unter normalen Lichtbedingungen sehr gute Bilder. Das ändert sich allerdings schnell, wenn es dämmrig wird oder man in Innenäumen fotografiert. In dieser Situation sollte man auf den Zoom verzichten und im Weitwinkelmodus bleiben. Hier erreichen auch Standardobjektive und Handykameras noch einigermaßen akzeptable Lichtstärken. Zoomt man hinein, nimmt diese dann meist merkbar ab, und die Belichtungszeit wird länger – die eingangs erwähnten Probleme tauchen auf.

3. Gute Ausrüstung

Je besser die Ausrüstung, desto besser die Ergebnisse. Wer vorhat, oft bei schlechtem Licht Familienbilder zu machen, sollte schon bei der Wahl der Kamera auf gewisse technische Grundvoraussetzungen achten. Kameras mit großem Sensor, wenn möglich Vollformat, bieten hier die beste Lösung. In Kombination mit lichtstarken Objektiven sicher die optimale, wenn auch teuerste Variante.

Expertentipp: Die Kombination High-End-Kamera und billiges Objektiv ist nicht zu empfehlen. Besser ist durchaus eine günstigere Kamera, dafür ein hochwertiges, lichtstarkes Objektiv.

4. Blitzen - aber richtig!

Ob integrierter oder Aufsteckblitz, es kommt auch hier auf den richtigen Einsatz an, wenn man gute und vor allem natürliche Ergebnisse erzielen will. Familienfotos von Feiern und ganz aktuell jetzt wieder zu Weihnachten verlieren meistens ihre schöne Lichtstimmung, wenn man einfach drauflosblitzt, ohne sich Tipps geholt zu haben. Wenn es die Situation und das Licht zulassen, sollte man so weit wie möglich auf den Blitz verzichten, irgendwann stößt man da aber an Grenzen. Aufsteckblitze erweitern die kreativen Möglichkeiten um ein Vielfaches. Ein großer Vorteil gerade in Innenräumen: Indirektes Blitzen, also den Blitzkopf zur Decke hin ausrichten. Damit verschwinden die harten Konturen, und Sie erreichen eine gleichmäßige Ausleuchtung, die Lichtstimmung im Raum bleibt erhalten. Ein weiteres Einsatzgebiet ist das sogenannte entfesselte Blitzen. Der Blitz steckt dabei nicht auf der Kamera, sondern steht irgendwo im Raum. Hier heißt es, einfach ausprobieren, die Ergebnisse werden Sie überraschen.

Für Fortgeschrittene: Blitzen auf den zweiten Verschlussvorhang. Das bedeutet, dass zuerst das vorhandene Licht aufgenommen wird, und der Blitz erst auf den zweiten Vorhang mit weniger Leistung für ein stimmiges, weicheres Umgebungslicht sorgt. So lässt sich das so genannte Überblitzen vermeiden, und das Ergebnis ist ein homogenes ausgeleuchtetes Bild ohne zu grelle Stellen.