Die 7 besten Energie-Spartipps

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind brennende Themen unserer Zeit. Dass aber von Stromspartipps und der Investition in modernste Geräte nicht nur Klima und Umwelt profitieren, sondern auch bares Geld gespart werden kann, mag in vielen Haushalten noch nicht zur Gänze angekommen sein. Hier einige Energiefakten.

1. Im Netz hängen

Der Stromverbrauch von Elektrogeräten im Stand-by-Modus ist zwar gering, nimmt man aber alle Geräte bei Nichtbenützen vom Netz, ließen sich im Jahr 100 bis 150 Euro sparen. Ebenso sollte man die Ladegeräte für Rasierer, Laptop & Co. nach dem Aufladen vom Netz nehmen, da sie weiterhin Strom verbrauchen. Auch werden sie bei dauerhaftem Anstecken schneller kaputt. Und auch das Internetmodul muss nicht rund um die Uhr am Netz hängen – die eigentliche Nutzungsdauer des Internets zu Hause ist schließlich viel geringer.

2. Handy-Aufladen

Moderne Smartphones und Tablets müssen heute meist täglich aufgeladen werden. Vielfach kursiert das Gerücht, dass dabei viel Strom und damit Kosten draufgehen würden. Doch Tatsache ist: Ein durchschnittliches Handy verbraucht ca. 3,9 Kilowattstunden (kWh) im Jahr. Multipliziert man das mit dem aktuellen Strompreis von ca. 30 Cent pro kWH, ergeben sich Jahreskosten in Höhe von 1,17 Euro. Das Aufladen eines Tablets kostet im Jahr ca. vier Euro, eines Laptops bis zu acht Euro. Die Kosten sind also überschaubar.

3. A+++-Geräte

Küchengeräte mit A+++-Standard machen Sinn. Die tatsächliche Einsparung hängt zwar immer von den technischen Eigenschaften des jeweiligen Gerätes ab (Wasserverbrauch, Schleudergrad), doch im Gegensatz zu vergleichbar großen A+-Geräten werden im Schnitt 40 bis 50 Prozent Energie gespart. Inwieweit sich die einmalige Investition in ein neues Gerät rentiert, kann einfach ausgerechnet werden. Achtung im Gefrierfach: Schon eine ein Zentimeter dicke Eisschicht erhöht den Stromverbrauch um 50 Prozent!

4. Sauberes Geschirr

Die Energiesparprogramme von modernen Geräten (z. B. Öko, Eco) dauern zwar länger, verbrauchen aber weniger Energie. Das hängt mit der längeren Einwirkzeit des Geschirrs zusammen, wodurch dann letztlich eine niedrigere Temperatur bei den Waschgängen benötigt wird (dasselbe gilt auch für Waschmaschinen). Achtung bei Handwäsche: Grundsätzlich verbraucht diese mehr warmes Wasser und somit Energie als der Geschirrspüler. Letzterer verbraucht pro Waschgang rund zehn Liter Wasser, ein volles Spülbecken ca. acht Liter – dazu kommt aber noch das Nachspülen mit sauberem Wasser oder bei Bedarf neues, sauberes Wasser fürs Spülbecken. Ein moderner Geschirrspüler spart so bis zu 180 Stunden Arbeitszeit und ca. 90 Euro Kosten im Jahr.

5. Waschen & Trocknen

Nicht nur die Elektrogeräte, auch Waschmittel werden immer effizienter. So wird normal verschmutzte Kleidung bereits bei 30° sauber, Bett- und Unterwäsche bei 40° (nur im Krankheitsfall mit 60° waschen). Die Energieersparnis zwischen einem 30°-/40°­-­­ Wasch­gang und einem 60°-/ 90°-Waschgang liegt bei bis zu 50 Prozent. Energietechnisch ist es besser, überhaupt auf einen Trockner zu verzichten. Wenn, dann sollte man moderne Wärmepumpentrockner wählen, die ihre Energie durch Rückgewinnung erhalten – sie verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Energie.

6. Effizient heizen

Heizen macht im Haushalt den höchsten Energieverbrauch aus. Doch es gibt viel Einsparpotenzial: Eine permanente Temperaturabsenkung von nur 1° C bringt bereits eine Energieeinsparung von fünf Prozent (22° bis 23° genügen völlig), ein Thermostat zur Regulierung der Raumtemperatur ist sinnvoll, ebenso Temperaturabsenkung in der Nacht oder wenn niemand zu Hause ist. Auch sollten die Heizkörper nicht mit Möbeln verstellt werden. All diese Tipps nützen aber nichts, wenn die Heizanlage ineffizient oder veraltet ist – mehr als ein Drittel aller Heizanlagen in Österreich ist über 20 Jahre in Betrieb! Achtung: Es gibt nicht das eine optimale Heizsystem. Ob Pellets-Zentralheizung, Erdwärmepumpe, Biomasse oder solare Unterstützung, die optimale Heizanlage hängt von Gebäudequalität, Bedarf, Wärmedämmung und Wärmeverteilsystem ab. Experten beraten individuell.

7. Neue Fenster in Sicht

Ebenso wichtig wie ein effizientes Heizsystem sind auch moderne, topisolierte Fenster – sind doch Fenster und Türen die wärmetechnischen Schwachstellen des Gebäudes. Die ideale Fensterdämmung ergibt sich aus dem perfekten Zusammenspiel von Verglasung, Rahmen, Glasrandverbund, Fenstereinbau und Dichtung. Tipp: Ist das optimale Fenster gefunden, hängt die Energieersparnis aber auch vom richtigen Lüften ab. So spart mehrmaliges Stoßlüften am Tag im Gegensatz zu gekippten Fenstern bis zu 80 Euro im Jahr ein – und beugt Schimmel effektiv vor.

Autor: Manuela Fritz, 01.09.2020