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50-Euro-Scheine neben einer Heizung.
AK fordert Preisdeckel nach dem Vorbild des Spritpreisdeckels.
AK fordert Preisdeckel nach dem Vorbild des Spritpreisdeckels.
Pawel Michalowski/Shutterstock

Zuschuss gefordert: Heizkosten gehen durch die Decke

17.10.2026 um 11:48, Simone Reitmeier
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Heizöl, Pellets und Sprit treiben die Teuerung nach oben. Die AK Oberösterreich fordert nun staatliche Eingriffe und einen deutlich höheren Heizkostenzuschuss.

Wie die APA unter Berufung auf aktuelle Daten der Statistik Austria berichtet, ist die Inflation in Österreich im September auf 3,6 Prozent gestiegen. Im August waren es noch 3,2 Prozent. Ohne Treibstoffe und Heizöl hätte die Inflationsrate lediglich 2,4 Prozent betragen. Bedeutendster Preistreiber bleibt allerdings weiterhin der Dienstleistungsbereich.

Heizöl massiv teurer

Besonders deutlich fällt der Anstieg bei Heizöl aus. Laut Statistik Austria lag der Preis im September um 63,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch andere Formen der Haushaltsenergie verteuerten sich. Gas kostete um 11,8 Prozent mehr als im Vorjahr, Fernwärme um 5,1 Prozent. Strom wurde hingegen um 9,1 Prozent günstiger. 

Auch im Verkehrsbereich zogen die Preise kräftig an. Treibstoffe waren im September um 34,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Der Verkehrssektor insgesamt verteuerte sich um zehn Prozent.

AK fordert Preisdeckel

Angesichts dieser Entwicklung fordert die Arbeiterkammer Oberösterreich staatliche Maßnahmen. Nach Berechnungen der AK ist Heizöl seit Ende Juni im Schnitt um 48,3 Prozent teurer geworden, gegenüber September 2025 sogar um 75,4 Prozent. Pellets kosteten demnach seit Juni 8,2 Prozent mehr, im Jahresvergleich beträgt der Anstieg 34 Prozent. Die AK verlangt deshalb für Heizöl eine preisdämpfende Maßnahme nach dem Vorbild des Spritpreisdeckels. Auch für Pellets soll es einen staatlichen Preisdeckel geben.

700 Euro Heizkostenzuschuss gefordert

Zusätzlich fordert die AK Oberösterreich vom Land eine deutliche Erhöhung des Heizkostenzuschusses. Statt der zuletzt ausbezahlten 200 Euro sollen Haushalte künftig 700 Euro erhalten. Der Zuschuss soll außerdem allen Haushalten offenstehen, deren Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt. „Eine warme Wohnung darf kein Luxus sein“, sagt AK Präsident Andreas Stangl. Die Politik müsse handeln, bevor die Heizsaison richtig beginne.

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