Direkt zum Inhalt
Schneepflug auf einer verschneiten Straße
Markanter Wetterumschwung: Ein Italientief sorgt für Starkregen im Süden und winterliche Aussichten auf den Bergen.
Markanter Wetterumschwung: Ein Italientief sorgt für Starkregen im Süden und winterliche Aussichten auf den Bergen.
Simon Lofgren / Shutterstock.com

Winter-Peitsche: Jetzt kommen Starkregen und Schnee

20.10.2026 um 10:17, Marcel Toifl
min read
Wilder Wettersturz in Österreich: Ein Italientief bringt bis zu 100 Liter Starkregen und am Wochenende Schnee bis auf 1.000 Meter. Alle Details.

Nach wochenlanger Trockenheit steht Österreich ein massiver Wettersturz bevor: ORF-Experte Sigi Fink warnt vor einem kräftigen Tiefdruckgebiet über Norditalien, das gewaltige Regenmengen und im Zuge eines drastischen Temperaturabfalls auch Schnee bis in mittlere Lagen bringt. Besonders im Süden drohen heftige Unwetter durch Starkregen.

​Der große Wettersturz: Italientief bringt die Wende

Der goldene Oktober macht erst einmal Pause. Wie Meteorologe Sigi Fink via Facebook ankündigt, bildet sich über Norditalien ein veritables Genua-Tief, das ab Mittwoch massenhaft feuchte Luft nach Österreich steuert. Nach einer langen Phase ohne nennenswerten Niederschlag stellt sich die Wetterlage grundlegend um. Während es zu Beginn der Woche vor allem im Westen und Süden noch vereinzelt regnet, greift das Italientief zur Wochenmitte mit voller Wucht auf weite Teile des Landes über.

​Bis zu 100 Liter Regen: Schwerpunkt im Süden

Besonders hart trifft das kommende Regenereignis den Süden und Südwesten Österreichs. Vor allem in Kärnten müssen sich die Menschen auf intensive, teils gewittrige Niederschläge einstellen. Laut den aktuellen Prognosen des ORF-Experten sind im Lesachtal und in den südlichen Regionen Regenmengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter zu erwarten, was nach der anhaltenden Trockenheit zu einer spürbaren Belastung der Böden führen kann.

​Signifikanter Temperatursturz zur Wochenmitte

In den Tälern und im Flachland zeigt sich der Temperatursturz ebenfalls deutlich: Geosphere Austria erwartet nach Höchstwerten von bis zu 21 Grad am Dienstag eine deutliche Abkühlung an den Folgetagen. Am Donnerstag erreichen die Temperaturen meist nur noch herbstliche 9 bis 15 Grad. Begleitet wird die Abkühlung von teils lebhaftem Wind, der vor allem in den Alpentälern und im Osten für ungemütliche Bedingungen sorgt.

​Wochenend-Front: Schneefallgrenze sinkt auf 1.000 Meter

Wer gehofft hatte, dass es nach dem Durchziehen des ersten Tiefs stabiler wird, blickt bereits auf den nächsten Wetterumschwung. Am kommenden Samstag erreicht eine neue Kaltfront Österreich, die den Temperatursturz weiter verfestigt. Die Schneefallgrenze sinkt im Zuge dieses Frontensystems schubweise ab: Regional fällt die Weißfärbung bis auf 1.100 Meter, stellenweise sogar bis auf 1.000 Meter Höhe.

​Betroffene Regionen: Vom Salzkammergut bis zur Arlbergregion

Der winterliche Gruß im Herbst macht vor allem in den typischen Staulagen der Alpen Halt. Von dem Temperatur- und Schneefallsturz sind nach aktuellen Berechnungen unter anderem das Mariazellerland, das Mostviertel in Niederösterreich, das oberösterreichische Salzkammergut sowie die Arlbergregion betroffen. Autofahrer müssen sich in diesen Gebieten auf winterliche Fahrverhältnisse im Bergland einstellen.

​Ausblick auf die kommenden Tage: Unbeständig und kühl

Der Wettercharakter bleibt auch zum Ende der Arbeitswoche und ins Wochenende hinein unbeständig. Eine breite Tiefdruckrinne erstreckt sich quer über das Land, was wechselhaftes Wetter mit weiteren Regenschauern und nur kurzen Sonnenfenstern zur Folge hat. Wer draußen unterwegs ist, sollte den Regenschirm in den kommenden Tagen stets griffbereit haben.

Fakten zum Wettersturz in Österreich:

  • Ursache: Ein kräftiges Italientief (Genua-Tief) sorgt für feuchte Luftmassen
  • Niederschlagsschwerpunkt: Bis zu 100 Liter Starkregen pro Quadratmeter, vor allem in Kärnten (Lesachtal)
  • Temperatursturz: Deutliche Abkühlung von über 20 Grad auf Höchstwerte um 10 bis 15 Grad
  • Wetter-Phänomen: Absinken der Schneefallgrenze am Wochenende auf 1.100 bis 1.000 Meter
  • Betroffene Regionen: Arlberg, Salzkammergut, Mostviertel und Mariazellerland

more