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Reisekoffer auf einem Boden eines Hotels
Teure Enttäuschung: Statt Fünf-Sterne-Luxus auf Rhodos warteten auf die Familie Schimmel und abgewohntes Inventar.
Teure Enttäuschung: Statt Fünf-Sterne-Luxus auf Rhodos warteten auf die Familie Schimmel und abgewohntes Inventar.
KI-generiert/dall.e/Marcel Toifl

6.500 Euro-Abzocke: Familie berichtet von Horror-Urlaub

08.10.2026 um 10:08, Marcel Toifl
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Dreck, Schimmel und Zimmer-Odyssee statt Luxus: Eine Familie bezahlte 6.500 € für einen Rhodos-Urlaub. Nun fordert die Arbeiterkammer Geld zurück.

Urlaub verwandelt sich in pure Enttäuschung: Eine vierköpfige Familie aus dem steirischen Bezirk Leoben buchte für rund 6.500 Euro einen neuntägigen Urlaub auf der griechischen Insel Rhodos. Doch statt der erhofften Erholung im gebuchten Luxus-Bungalow erlebten die Eltern mit ihren beiden Kindern eine regelrechte Abzocke. Mangelhafte Hygiene, verschimmelte Wände und ständige Zimmerwechsel machten die Tage im Fünf-Sterne-Resort zum Albtraum.

​Schimmel, Dreck und Gestank im Fünf-Sterne-Bungalow

Eigentlich sollte die Unterkunft gehobenen Ansprüchen genügen, schließlich war die Anlage hoch offiziell klassifiziert. Doch gleich nach der Ankunft im gebuchten Bungalow folgte der Schock. In mehreren Bereichen der Räumlichkeiten entdeckte die Familie Schimmelbefall. Zudem befand sich das gesamte Mobiliar in einem katastrophalen Zustand.

Guido Zeilinger, Konsumentenschutzexperte der Arbeiterkammer, schildert die Unzustände in der Kleinen Zeitung eindringlich: "Es war nicht nur verschimmelt. Alles war massiv verdreckt und heruntergekommen. Es lag ein modriger Geruch in den Zimmern, das Mobiliar war uralt und komplett abgewohnt."

Besonders bitter ist der Zustand angesichts des hohen Reisepreises und des zugesagten Standards. Zeilinger betont: "Und das, obwohl man sagen muss, dass die fünf Sterne oder fünf Sonnen, wie es oft ausgeschildert wird, auch in der griechischen Landeskategorie grundsätzlich sehr gut sein müssten."

​Zwangsumzüge und dreiste Verzichtserklärung

Die betroffenen Urlauber forderten umgehend Abhilfe bei der Rezeption sowie der örtlichen Reiseleitung auf Rhodos. Doch die Lösungsversuche vor Ort machten die Situation nur noch schlimmer. Zunächst bot man der Familie ein deutlich kleineres Ausweichzimmer an – verknüpfte dies jedoch mit einer dreisten Bedingung: Die Eltern sollten schriftlich bestätigen, dass sie vollkommen zufrieden seien und keinerlei spätere finanzielle Forderungen stellen würden.

"Das ist ein Witz, aber ein schlechter", stellt Konsumentenschützer Zeilinger klar. Die Urlauber weigerten sich konsequent, die Knebel-Erklärung zu unterzeichnen.

Daraufhin begann eine langwierige Odyssee innerhalb der Hotelanlage. Die Familie musste mehrfach das Zimmer wechseln und stundenlang mit ihren völlig übermüdeten Kindern in der Hotellobby ausharren. Ein weiteres angebotenes Ersatzzimmer erwies sich als viel zu klein für eine vierköpfige Familie.

​Arbeiterkammer fordert Reisepreisminderung vom Veranstalter

Obwohl sich die Reiseleitung bemühte, konnte vor Ort keine akzeptable Lösung gefunden werden. Nun liegt der Fall bei den Rechtsexperten der Arbeiterkammer, die rechtliche Schritte gegen den Reiseanbieter eingeleitet haben.

"Jetzt haben wir beim Veranstalter Reisepreisminderung beantragt. Bis jetzt haben wir allerdings noch keine Rückmeldung erhalten. Bemerkenswert ist, dass es sich eigentlich um einen namhaften Anbieter handelt", so Zeilinger weiter.

Sollten bei demselben Anbieter oder Hotel erneut ähnliche Beschwerden eingehen, drohen dem Veranstalter noch weit reichendere Konsequenzen. Da er nun offiziell über die Mängel informiert ist, könnten im Wiederholungsfall neben der Minderung des Reisepreises auch Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden.

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