Terrorverdacht: Mindestens ein Todesopfer nach Schüssen bei Paris
- Schüsse aus Fahrzeug: Ein Toter und mehrere Verletzte
- Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen
- Politische Reaktionen und angespannte Sicherheitslage
Bluttat im Großraum Paris: Am Freitagvormittag hat ein Mann aus einem fahrenden Auto heraus in den Gemeinden Trappes und La Verrière wahllos auf Passanten gefeuert. Bei den Schüssen nahe einer Tankstelle und auf offener Straße wurde mindestens ein Mensch getötet, vier weitere Personen erlitten Verletzungen. Aufgrund konkreter Hinweise auf ein rassistisches sowie religiöses Motiv prüft die Justiz einen schweren Terrorverdacht.
Schüsse aus Fahrzeug: Ein Toter und mehrere Verletzte
Die Bluttat ereignete sich am Freitagvormittag im Département Yvelines westlich von Paris. Der Täter steuerte seinen Wagen zunächst durch die Gemeinde Trappes und feuerte dort Schüsse auf Passanten ab – unter anderem im Bereich einer örtlichen Tankstelle. Anschließend fuhr er in die angrenzende Gemeinde La Verrière weiter, um erneut das Feuer zu eröffnen. Bei der Amokfahrt wurde ein Mann afrikanischer Herkunft getötet. Vier weitere Personen erlitten Verletzungen, darunter ein 12-jähriges Mädchen sowie ein Mann maghrebinischer Herkunft. Der mutmaßliche Schütze konnte von Polizeikräften festgenommen werden.
Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen
Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, erklärte gegenüber Medien, der Täter habe „wahllos geschossen und sei darauf aus gewesen, ein Massaker anzurichten“. Am Nachmittag übernahm die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (PNAT) die Ermittlungen. Es besteht der begründete Verdacht, dass die Taten aufgrund einer vermuteten Zugehörigkeit der Opfer zu bestimmten ethnischen oder religiösen Gruppen begangen wurden. Die Ermittlungen richten sich unter anderem auf den illegalen Besitz von automatischen Kriegswaffen der Kategorie A sowie die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.
Politische Reaktionen und angespannte Sicherheitslage
Der französische Premierminister Sébastien Lecornu sprach auf der Plattform X von „sehr ernsten Vorfällen“ und betonte, dass Sicherheits- und Justizbehörden mit Hochdruck arbeiten. Die Tat trifft Frankreich in einer ohnehin extrem angespannten Phase: Das Land bereitet sich mit einem Großaufgebot an Polizeikräften auf landesweite Demonstrationen und mögliche Ausschreitungen vor. Zudem gilt im Großraum Paris seit Jahren eine erhöhte Terrorwarnstufe.