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Schneekanone im Sommer auf einem Berg als Themenbild für das Skigebiet, welches sie im Sommer verwendet
Die Skiworld Ahrntal verwandelt eine Schneekanone am Klausberg für zwei Minuten in eine „Regenbogenmaschine“.
Die Skiworld Ahrntal verwandelt eine Schneekanone am Klausberg für zwei Minuten in eine „Regenbogenmaschine“.
Anatolii Lyzun/Shutterstock

Schneekanone im Sommer: Skigebiet erntet Kritik

01.07.2026 um 12:35, Marcel Toifl
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Das Skigebiet Ahrntal sorgt mit einer im Sommer aktivierten Schneekanone für heftige Diskussionen. Online-Nutzer schimpfen, der Betreiber spricht von Abkühlung.

Ein ungewöhnliches Bild im Südtiroler Hochsommer sorgt derzeit für heftige Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Die Skiworld Ahrntal nimmt an besonders heißen Sommertagen eine Schneekanone in Betrieb. Im Family Park Klausberg versprüht die Anlage feinen Wasserstaub in den Himmel. Was vom Betreiber als erfrischende Attraktion für Familien gedacht ist, stößt im Internet auf eine Welle der Empörung und entfacht eine Debatte über den Umgang mit Ressourcen in den Alpen.

Das Skigebiet bewirbt die Aktion offiziell als „Regenbogenmaschine“, da das zerstäubte Wasser bei Sonnenschein einen optischen Effekt erzeugt. Für viele Beobachter überwiegt angesichts hoher Temperaturen jedoch das Unverständnis.

Shitstorm im Netz: Vorwurf der Wasserverschwendung

Unter den Social-Media-Beiträgen des Skigebiets sammelte sich rasch lautstarke Kritik. Viele Nutzer äußerten Unmut darüber, dass der Tourismus bevorzugt werde, während die einheimische Bevölkerung und die Landwirtschaft in den Alpen regelmäßig zum Wassersparen angehalten werden. Eine Nutzerin kommentiert den Vorfall emotional: „So kann man eine wertvolle Ressource auch sinnlos vergeuden.“

Eine weitere Stimme schließt sich dem Protest an und kritisiert die Aktion als „Wasserverschwendung deluxe“.

Betreiber erklärt die Hintergründe der „Regenbogenmaschine“

Die Verantwortlichen der Skiworld Ahrntal halten den Vorwürfen konkrete Zahlen und die Entstehungsgeschichte der Idee entgegen. Der sommerliche Einsatz der Schneeanlage geht auf einen Zufall bei der jährlichen Wartung im Vorjahr zurück. Als die Motoren für eine Revision an einem Hitzetag getestet wurden, liefen die anwesenden Kinder begeistert in den Nebel. Daraus entwickelte sich die Idee, die Kanone an Hitzetagen um exakt 14:00 Uhr für genau zwei Minuten als Attraktion einzuschalten.

Der tatsächliche Verbrauch halte sich laut Betreiber in Grenzen. Die Düsen werden auf ein Minimum justiert, sodass pro Sekunde lediglich zwei Liter Wasser versprüht werden – insgesamt rund 240 Liter pro Einsatz. Im winterlichen Beschneiungsbetrieb leisten die Anlagen im Vergleich dazu bis zu zehn Liter pro Sekunde.

Argumente zum natürlichen Wasserkreislauf

Ein Sprecher des Skigebiets betonte gegenüber dem Münchner Merkur, dass kein kostbares Trinkwasser vergeudet werde, sondern das Wasser aus natürlichen Bergquellen, Schmelz- und Regenwasser des Klaussees stammt. Zudem befinde sich das Wasser ohnehin im Leitungssystem. Ein Sprecher der Skiworld Ahrntal stellt gegenüber MERKUR dazu klar: „Wenn das Wasser nicht rausgespritzt wird, läuft es den Berg hinunter.“

Das Ahrntal sei eine wasserreiche Region, weshalb weder für Anwohner noch für die Landwirtschaft Engpässe entstehen. Das ungenutzte Wasser fließe über den Kleinklausenbach, die Ahr und die Etsch ganz natürlich wieder ins Tal ab. Um die Diskussion zu entkräften, fügt der Sprecher hinzu: „Viele Menschen gehen davon aus, dass Skipisten im Winter – beziehungsweise Schneekanonen im Sommer – mit Trinkwasser beschneit werden. Das trifft jedoch nicht zu.“

Während der Werbegag online für reichlich Zündstoff sorgt, bleibt die Resonanz vor Ort positiv. Laut den Verantwortlichen habe es von den Gästen auf dem Berg bisher keinerlei Beschwerden gegeben.

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