Papst Leo XIV.: Chirurg gibt grünes Licht
- Margaritora zieht positive Bilanz der Operation
- Tumor bei Routineuntersuchung zufällig entdeckt
- So geht es für den Papst weiter
Aufatmen im Vatikan: Papst Leo XIV. braucht nach seiner Lungenkrebs-Operation keine weitere Behandlung. Das bestätigen seine Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora. Und auch die Reise, auf die sich viele Gläubige in Lateinamerika freuen, muss nicht abgesagt werden: Aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen, sagt Margaritora, Leiter der Thoraxchirurgie an der römischen Universitätsklinik Agostino Gemelli. Von 6. bis 17. November soll der Papst unterwegs sein.
Margaritora zieht positive Bilanz der Operation
Am 13. Oktober hat Margaritora den Papst an der Lunge operiert, dabei wurde der rechte untere Lungenlappen entfernt. Der Eingriff verlief laut dem Chirurgen ohne Komplikationen.
Auch danach gab es gute Nachrichten: Als der Papst das Spital verließ, war sein klinischer Zustand laut Margaritora zufriedenstellend. Die Blutwerte waren normal, das Herz arbeitete unauffällig. Und die Lunge, aus der ein ganzer Lappen entfernt wurde, entfaltet sich nach Angaben des Chirurgen so rasch wieder, wie man es nach einem solchen Eingriff erwarten kann.
Tumor bei Routineuntersuchung zufällig entdeckt
Dass der bösartige Tumor überhaupt gefunden wurde, war laut Margaritora ein Zufall. Eigentlich ging es um eine routinemäßige Untersuchung des Bauchraums, dabei fiel den Ärzt:innen eine kleine Auffälligkeit am unteren Rand der Lunge auf, der sogenannten Lungenbasis. Der Papst selbst hatte nichts bemerkt: Atemwegsbeschwerden hatte er nach Angaben seines Chirurgen keine.
Die abschließenden feingeweblichen und molekularen Untersuchungen des entfernten Gewebes bestätigten laut der Mitteilung der Ärzte ein Adenokarzinom der Lunge. Die Krebserkrankung war demnach lokal begrenzt. Nach einer anschließenden onkologischen Beurteilung ist laut Carbone und Margaritora keine weitere Behandlung nötig.
So geht es für den Papst weiter
Der Papst erweist sich dabei offenbar als disziplinierter Patient: Laut Margaritora hält er sich an die Vorgaben zu Ernährung und Physiotherapie. Zum Zeitpunkt des Interviews rechnete der Chirurg damit, dass sich Leo XIV. in etwa zehn weiteren Tagen vollständig körperlich erholt haben würde. Damit wäre er rechtzeitig vor dem Reisebeginn im November wieder bei Kräften.