Nach Kabelbrand: ÖBB ändern Fahrplan bis 7. Oktober
Nach einer schweren Oberleitungsstörung im Bereich Götzendorf bleibt der Bahnverkehr zwischen Gramatneusiedl und Bruck an der Leitha weiter beeinträchtigt. Nach ersten Erkenntnissen der ÖBB dürfte ein Tier in der Oberleitung den Vorfall ausgelöst haben. In weiterer Folge kam es zu einem Kabelbrand, der massive Schäden an der Infrastruktur verursachte.
Tier löst Oberleitungsstörung aus
Die Störung ereignete sich am Samstag im Bereich Götzendorf. Laut bisherigen Erkenntnissen der ÖBB dürfte ein Tier mit der Oberleitung in Kontakt gekommen sein und dadurch eine Störung verursacht haben.
In weiterer Folge entwickelte sich ein Kabelbrand. Dabei wurde die technische Infrastruktur so stark beschädigt, dass zwischen Gramatneusiedl und Bruck an der Leitha zunächst keine regulären Zugfahrten mehr möglich waren.
Techniker arbeiten seitdem an der Behebung der Schäden. Ursprünglich gingen die ÖBB davon aus, dass die Reparaturen bis Sonntagabend abgeschlossen werden könnten.
Nahverkehr bleibt unterbrochen
Am Sonntagabend wurde jedoch bekannt, dass die Schäden insbesondere an der Verkabelung größer sind als zunächst angenommen. Die Arbeiten dauern daher länger.
Im Nahverkehr entfallen die Züge zwischen Gramatneusiedl und Bruck an der Leitha weiterhin. Für diesen Abschnitt wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Reisende müssen dadurch mit längeren Fahrzeiten und zusätzlichen Umstiegen rechnen. Die ÖBB empfehlen, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verbindung zu informieren.
Neues Konzept für Fernzüge
Für den Zeitraum von Montag, 5. Oktober, bis einschließlich Mittwoch, 7. Oktober, gilt ein angepasstes Fahrplankonzept.
Railjet- und RegioJet-Züge verkehren laut ÖBB grundsätzlich planmäßig. Sie halten zusätzlich außerplanmäßig in Bruck an der Leitha und Gramatneusiedl, damit Reisende ihre Anschlussverbindungen in Richtung Bratislava beziehungsweise Wien Hauptbahnhof erreichen können.
Zwischen Wien und Hegyeshalom werden zudem alle Tickets auch in RegioJet-Zügen anerkannt.
Bei den Eurocity-Verbindungen gibt es hingegen größere Einschränkungen. Die meisten Züge dieser Kategorie fallen aus. Ausgenommen sind lediglich die Verbindungen EC 343, D 347, EC 346, EC 462 und EC 463.
Reparaturen dauern länger als geplant
Die ÖBB arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, die beschädigte Infrastruktur wieder vollständig herzustellen. Besonders die Schäden an der Verkabelung machen die Reparatur aufwendig.
Wie lange es dauert, bis die Strecke wieder vollständig und ohne Einschränkungen befahrbar ist, hängt vom weiteren Verlauf der Arbeiten ab. Bis zumindest Mittwoch müssen sich Fahrgäste jedenfalls auf Änderungen einstellen.
Die ÖBB bitten Reisende um Verständnis und entschuldigen sich für die Unannehmlichkeiten. Über weitere Auswirkungen und Änderungen im Fahrplan soll laufend informiert werden.