Neuer ÖBB-Fahrplan: Das ändert sich jetzt
- Mehr Direktverbindungen und Ausbau im österreichischen Verkehr
- Neue internationale Strecken nach Deutschland, Italien und Serbien
- Flottenmodernisierung und umfangreiche Bauarbeiten im Jahr 2027
Die ÖBB haben ihren neuen Fahrplan 2027 vorgestellt, der am 13. Dezember 2026 offiziell in Kraft tritt. Fahrgäste können sich ab sofort Tickets sichern und sollen von zahlreichen Neuerungen profitieren: Mehr Direktverbindungen im Inland, ein stark ausgebautes internationales Angebot nach Deutschland, Italien und Südosteuropa sowie eine fortlaufende Modernisierung der Zugflotte prägen das neue Fahrplanjahr.
Mehr Direktverbindungen und Ausbau im österreichischen Verkehr
Aufbauend auf der Koralmbahn-Eröffnung bauen die ÖBB das Angebot im österreichischen Fernverkehr gezielt weiter aus. So gibt es künftig zusätzliche Interregio-Verbindungen zwischen Graz und Villach am Tagesrand sowie eine neue Frühverbindung ab Graz nach Klagenfurt. Zwischen Graz und Linz werden ab Juli 2027 drei zusätzliche IC-Züge pro Tag und Richtung eingesetzt, womit täglich elf Direktzüge je Richtung zur Verfügung stehen. Auch im Nahverkehr ergeben sich maßgebliche Verbesserungen: Der Flughafen Wien erhält eine noch bessere Anbindung, das Zugangebot in der Ostregion (etwa nach Wiener Neustadt oder Eisenstadt) wird aufgestockt und in Vorarlberg entstehen neue grenzüberschreitende Verbindungen.
Neue internationale Strecken nach Deutschland, Italien und Serbien
Im internationalen Verkehr bringen die ÖBB Neuerungen auf die Schiene. Nach Abschluss der Sanierung der Strecke Passau–Nürnberg kehrt der ICE in voller Kapazität zurück und bietet insgesamt zehn tägliche Verbindungen von Wien nach Nürnberg sowie einen neuen Nacht-ICE nach Stuttgart. Ab Sommer 2027 hält zudem der italienische Hochgeschwindigkeitszug „Frecciarossa“ Einzug und verbindet München über Innsbruck direkt mit Mailand beziehungsweise Rom. Erstmals seit 2019 ist zudem eine tägliche Direktverbindung nach Belgrad mit rund 6,5 Stunden Fahrzeit geplant. Richtung Slowakei erweitern zwei neue Eurocity-Verbindungen von Wien über Bratislava nach Košice das Portfolio.
Flottenmodernisierung und umfangreiche Bauarbeiten im Jahr 2027
Parallel zum Fahrplanausbau investieren die ÖBB massiv in Rollmaterial: Im Jahr 2027 verstärken 57 neue Fahrzeuge die Flotte, darunter 27 Cityjet-Doppelstockzüge für den Nahverkehr, sechs Coradia-Stream-Züge für den umstiegsfreien Brenner-Verkehr zwischen Tirol und Südtirol sowie zehn Railjets der neuen Generation. Überschattet wird das Fahrplanjahr 2027 jedoch von größeren Großbaustellen. Von Februar bis Juli 2027 sorgen die Sanierung der Tauernstrecke sowie Arbeiten am Deutschen Eck für temporäre Streckensperren, für die ÖBB und DB umfassende Schienenersatz- und Umleitungskonzepte erarbeitet haben.
Die wichtigsten Änderungen im ÖBB-Fahrplan 2027 auf einen Blick:
- Inkrafttreten: 13. Dezember 2026 (Ticketverkauf ab sofort gestartet)
- Inland: Tägliche Ausweitung der Verbindungen Graz–Linz, Koralmbahn-Anpassungen am Tagesrand, Nahverkehrsausbau rund um Wien und Vorarlberg
- International: 10 ICE-Trassen Wien–Nürnberg, Frecciarossa ab Innsbruck nach Mailand/Rom, geplante Direktzüge nach Belgrad und Košice
- Neue Züge: 57 Neuzugänge 2027 (u. a. Cityjet-Doppelstock, Coradia Stream für Brenner-Achse, neue Railjets)
- Baustellen: Sperre Deutsches Eck & Tauernstrecke von Feb. bis Juli 2027 mit Ausweichkonzepten